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	<title>Atterwiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://atterwiki.at/index.php?title=Schloss_Kogl&amp;diff=58146</id>
		<title>Schloss Kogl</title>
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		<updated>2025-02-18T08:45:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonia Mayr-Melnhof: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:SchlossKogl.jpg|thumb|Neues Schloss Kogl]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Schloss Kogl&#039;&#039;&#039; befindet sich zwei Kilometer westlich von [[St. Georgen im Attergau]]. Ursprünglich befand sich eine &#039;&#039;&#039;Burg&#039;&#039;&#039; auf dem Koglberg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
=== Burg am Koglberg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KoglBurg.jpg|thumb|Altes Schloss Kogl auf dem Koglberg 1674]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RuineKoglMauer.jpg|thumb|Mauerreste von Burg und Schloss Kogl auf dem Koglberg]]&lt;br /&gt;
Über den Bauzeitpunkt der Burg auf dem Koglberg gibt es die unterschiedlichsten Angaben. Hier gehen die Meinungen um nicht weniger als 400 Jahre, von 1007 bis 1440, auseinander. Wie kommt es zu diesen unterschiedlichen Auffassungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
788 ging das Herzoggut am Attersee von den Agilolfingern an die Karolinger. Mittelpunkt dieses Gebietes war nun &#039;&#039;&#039;[[Burganlage Atarhoven|Atarhoven]]&#039;&#039;&#039;, der heutige Kirchenhügel in [[Attersee am Attersee]], wo ein karolingischer Königshof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1007 schenkte [[Kaiser Heinrich II.]] seinen Besitz im [[Attergau]] dem neu gegründeten [[Bistum Bamberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1264 ließ Bischof Berthold von Bamberg in Abstimmung mit den [[Schaunberger]]n, die als Vögte des Bistums Bamberg agierten, den Gerichtsort aus sicherheitstechnischen Überlegungen zur [[Pfarrkirche St. Georgen|Kirche nach St. Georgen]] verlegen. Der dortige Kirchturm sollte bei Kriegshandlungen als Fluchtstätte dienen. Bischof Berthold verfügte auch, dass ein geeignetes Gebäude gebaut werden soll. Verwaltungssitz blieb aber vorerst Atarhoven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1379 verkaufte Fürstbischof Lambert von Bamberg seine Besitzungen im Attergau an die Habsburger, die sie an die Wallseer verpfändeten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Bau der Burg auf dem Kogl dürfte es aber erst zwischen 1435 und 1440 gekommen sein. Anfangs hieß die Burg noch &#039;&#039;&#039;Neuattersee&#039;&#039;&#039;, doch dann bürgerte sich der Name &#039;&#039;&#039;Kogl&#039;&#039;&#039; ein. Wahrscheinlich sollte die Burg die Grenze gegen Bayern sichern. Schon 1506 kam das Mondseeland zu Österreich, damit fiel die Wehrfunktion der Burg weg. Um 1565 wurde die Burg zu einem Schloss umgebaut. Von diesem einstigen Schloss findet man heute nur noch spärliche Reste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Attergauer Informations-Pavillons#Pavillon_B_-_Koglberg|Informations-Pavillon]] an der Ruine erinnert an die Burg und das Schloss auf dem Koglberg. Der [[Keltenbaumweg]] führt unmittelbar an der Ruine vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das neue Schloss ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Kogl Brunnen.jpg|thumb|Brunnenfiguren von [[Richard Jakitsch]] - Schloss Kogl]]&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert, nachdem die Burg zwei Mal einem Brand zum Opfer fiel, entschieden sich die Besitzer der Herrschaft Kogl, die Grafen Khevenhüller, für einen zeitgemäßen Bau am Fuße des Koglbergs. Als Bauherrn vermutet man Franz Ferdinand Anton Graf [[Khevenhüller]] und als wesentlich beteiligten Planer Johann Michael Prunner aus Linz. 1710 begannen die Bauarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem napoleonischen Krieg 1805 bis 1815, als Österreich das Innviertel und Teile des Hausruckviertels an Bayern abtreten musste, verkaufte Graf Josef [[Khevenhüller]] 1810 die [[Herrschaft Kogl|Herrschaft Kogl-]] und Frankenburg und damit auch das Schloss, an den Wiener Hofadvokaten Dr. Andreas Pausinger, der dann von den Bayern in den Adelsstand erhoben wurde. Die Pausingers waren eine kunstaffine Familie. Franz Xaver von Pausinger ist wahrscheinlich, durch seine detaillierten Jagdbilder, der berühmteste von ihnen. Doch auch sein Cousin, Felix von Pausinger, der letzte Pausinger der die Herrschaft Kogl besaß, hatte eine talentierte Frau: Fanni von Pausinger verewigte sich in der großen Eingangshalle, der Sallebasse, mit ihren &amp;quot;Vier Jahreszeiten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1872 erwarb Freiherr Franz [[Mayr-Melnhof|Mayr von Melnhof]] die Herrschaft Kogl von Felix von Pausinger. Sie war als Geschenk für seine Tochter [[Theodora Kottulinsky|Theodora]] 1884 zu ihrer Hochzeit mit Graf Adalbert von Kottulinsky gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine deutliche Veränderung erfuhr das Schloss in den Jahren 1887 und 1911/1912 bei umfassenden Umbauten. 1887 wurden die südlichen und nördlichen Seitentrakte angebaut. 1911 wurde die Schlossanlage durch die Aufstockung des Haupttraktes und der Seitenflügel, den Bau der Türme und der Schlosskapelle erweitert. Die beiden Seitenflügel der hufeisenförmigen Anlage sind durch einen Säulenportikus miteinander verbunden. Im Schlosshof befindet sich eine von dem Grazer Bildhauer [[Richard Jakitsch]] (gest. 1931) gestaltete Brunnengruppe fischender Knaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Freskenzyklus mit Motiven aus Raimunds Werken im Stiegenhaus des nördlichen Seitentraktes wurde 1912 von Josef Engelhart, einem Mitbegründer der Wiener Secession, begonnen und nach dem Ersten Weltkrieg vom Maler Eduard Komlossy fertiggestellt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[Theodora Kottulinsky]] (1936) gelangte das Anwesen wieder in die Hände der Familie Mayr-Melnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde es vom NS-Regime als Kunstlager genutzt und in der Besatzungszeit nach dem Krieg von den Amerikanern, ehe es wieder die Familie Mayr-Melnhof nützen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weitläufiger Park, der sein heutiges Aussehen weitgehend seit einer Umgestaltung 1911/12 erhalten hat, umgibt das Schloss. Zu dem Schloss gehört ein umfangreicher Waldbesitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie Schloss Kogl ==&lt;br /&gt;
*[[:Kategorie: Bildergalerie St. Georgen (Schloss Kogl)|Weitere Bilder zu Schloss Kogl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage auf der Karte==&lt;br /&gt;
*[http://maps.doris.at/?x=10301&amp;amp;y=311603&amp;amp;zoom=7&amp;amp;layer=ortho&amp;amp;marker_x=10343&amp;amp;marker_y=311642 Schloss Kogl auf DORIS-Karte]&lt;br /&gt;
* [http://maps.google.at/maps?f=q&amp;amp;source=s_q&amp;amp;hl=de&amp;amp;geocode=&amp;amp;q=Schloss+Kogl&amp;amp;sll=47.635784,13.590088&amp;amp;sspn=10.469276,19.577637&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;hq=Schloss+Kogl&amp;amp;hnear=&amp;amp;z=13&amp;amp;iwloc=A Schloss Kogl auf Google-Maps]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
*{{Zauner}}&lt;br /&gt;
*{{Attergau-Buch}}&lt;br /&gt;
*{{Heimatbuch St. Georgen}}&lt;br /&gt;
*{{Kulturführer}}&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.schloss-kogl.at/ Website des Schlosses]&lt;br /&gt;
* [https://www.atterpedia.at/index.php?title=Dora_von_Kottulinsky,_die_emanzipierte,_caritative_Frau_des_Attergaus Dora von Kottulinsky, die emanzipierte, caritative Frau des Attergaus auf atterpedia.at]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Haustafeln in St. Georgen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:St. Georgen im Attergau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlösser|Kogl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haustafeln in St. Georgen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonia Mayr-Melnhof</name></author>
	</entry>
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		<id>https://atterwiki.at/index.php?title=Theodora_Kottulinsky&amp;diff=58088</id>
		<title>Theodora Kottulinsky</title>
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		<updated>2025-02-17T16:11:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonia Mayr-Melnhof: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Theodora Kottulinsky.jpg|mini|Theodora Kottulinsky]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Theodora &amp;quot;Dora&amp;quot; Kottulinsky&#039;&#039;&#039;, geb. Freiin Mayr von Melnhof, verh. Gräfin von Kottulinsky (geb. 29. Dezember 1857 in Leoben, gest. 15. Jänner 1936 in Salzburg) war Besitzerin von [[Schloss Kogl]] mit den dazugehörigen Besitzungen. Das Schloss erhielt Theodora Gräfin Kottulinsky von ihrem Vater Franz von Mayr-Melnhof als Morgengabe anlässlich ihrer Hochzeit mit Albert Graf Kottulinsky am 15. Jänner 1884. Gräfin Kottulinsky wurde vor allem im Attergau als vielfache Wohltäterin bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach ihrer Vermählung mit Adalbert Graf Kottulinsky lebte Theodora mit ihrem Gatten auf Schloss Neudau in der Steiermark. Ihre großzügige Wohltäterschaft begann sie mit der Schaffung eines Kinderasyls in Leoben, in dem arme elternlose Kinder aufgenommen und auf ein selbständiges Leben vorbereitet wurden. Des Weiteren schuf sie eine Dienstmädchenschule, die junge Frauen auf ein erfolgreiches Berufsleben vorbereitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Gatte Adalbert starb am 20. November 1904 an einer Lungenentzündung, die er sich bei einem Jagdausflug zugezogen hatte. Er wurde vorerst provisorisch bestattet. Theodora ließ für ihn beim Schloss Neudau ein Mausoleum errichten, in dem Adalbert schließlich beigesetzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod ihres Mannes übersiedelte sie in ihr Schloss Kogl bei St. Georgen im Attergau, das sie zuvor als Sommersitz nutzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 erlitt sie auf einer Autoreise in die Steiermark auf dem schwierigen Pötschenpass einen schweren Unfall, an dem sie Zeit ihres Lebens litt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theodora war auch kunstaffin und so ist es nicht verwunderlich, dass sie sich auch um Kunstschaffende kümmerte. Dem Bildhauer [[Richard Jakitsch]] aus Graz bot, sie seit dem großen Umbau des Schlosses 1908, Unterkunft in einem kleinen Haus (&amp;quot;Jakitsch-Häusl&amp;quot; beim Friedhof) in St. Georgen an und versorgte ihn mit Aufträgen. Er schuf u. a. den bronzenen Kreuzweg und das Altarrelief in der Schlosskapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den wirtschaftlich schlechten Jahren verbrachte sie die Winter in ihrer Villa in Salzburg.&lt;br /&gt;
[[Datei:Leichenzug Kottulinsky.jpg|mini|Leichenzug von Kogl nach St. Georgen]]&lt;br /&gt;
Am 15. Jänner 1936 starb sie an einer starken Grippe in Salzburg. Sie wurde nach Kogl überführt und in der dortigen Schlosskapelle aufgebahrt. Nach einem Requiem in der [[Pfarrkirche St. Georgen]] wurde sie in das Mausoleum in Neudau überführt und neben ihrem Gatten bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihre Ehe kinderlos blieb, erbten ihre Nichten und Neffen aus der Familie Mayr-Melnhof Schloss Kogl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bauherrin ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Kogl nach Umbau.jpg|mini|Schloss Kogl um 1914]]&lt;br /&gt;
Obwohl ihr der Abschied von der neuen Heimat in Neudau schwer fiel, übersiedelte sie in ihr Schloss Kogl in St. Georgen im Attergau. Sie ließ das Schloss sogleich in den Jahren von 1906 bis 1908 umfangreich renovieren und erweitern. Der Mitteltrakt wurde zweistöckig und links und rechts mit einem dreistöckigen Turm neu aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schlossbesitzerin war sie auch Patronatsfrau von den Pfarren St. Georgen, Weißenkirchen, Attersee, Weyregg, Steinbach und Unterach. Als Patronatsfrau war sie verpflichtet, für die Erhaltung der Kirchen und Pfarrhöfe zu sorgen. Diese Aufgabe erforderte große Mittel, die durch ihre Besitzungen erwirtschaftet werden mussten. Vor allem die Untwetter 1911 und 1929 erforderten große Aufwendungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte Aufwendung brachte sie für die vollständige Renovierung der [[Pfarrkirche Attersee|Wallfahrtskirche Maria Attersee]] auf. Das wunderbare Barockheiligtum wurde damit erhalten und am Patronatstag, dem 15. August 1910, feierlich eingeweiht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verdienste erwarb sich Theodora auch beim Bau einer [[Pfarrcaritaskindergarten St. Georgen|Kinderbewahranstalt und einer Mädchenvolksschule]] in St. Georgen im Attergau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 ließ sie auf dem Ahberg auf Wunsch des [[Josef Lohninger|Prälaten Dr. Lohninger]] die [[Ahberg-Kapelle]] erbauen. Auf diesem Platz stand früher eine der ersten Kirchen des Attergaus, die im 19. Jahrhundert abgebrochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 erwarb sie das Ortlerhaus, den heutigen [[Pfarrhof St. Georgen|Pfarrhof in St. Georgen]], und stellte die Räumlichkeiten armen und mittellosen und oft auch pflegebedürftigen Personen zur Verfügung. Zwei Ordensschwestern, die von Theodora Kottulinsky bezahlt wurden, betreuten die Inwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Wohltäterin ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kogl Lazarett.jpg|mini|Lazarett im Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
Ihre großzügige Wohltäterschaft begann sie mit der Schaffung eines Kinderasyls in Leoben, in dem arme elternlose Kinder aufgenommen wurden und auf ein selbständiges Leben vorbereitet wurden. Des Weiteren schuf sie eine Dienstmädchenschule, die junge Frauen auf ein erfolgreiches Berufsleben vorbereitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg richtete sie im rechten Turm des Schloss ein Lazarett für bis zu dreißig Soldaten ein, die vom Welser Militärspital zur Nachbetreuung nach Kogl überwiesen wurden. Die Betreuung erfolgte durch den Gemeindearzt Siebenrock und zwei Krankenschwestern. Für die Soldaten errichtete Theodora Kottulinksy ein Martal in der Koglhaid. Zum Abschied der Soldaten überreichte die Wohltäterin jedem ein Paket Wäsche, Zigaretten und Reisegeld. Die Soldaten dankten ihre Wohltätigkeit damit, dass sie ihr auch noch nach Jahren Dankschreiben schickten und so mit ihr in Kontakt blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiges Anliegen war ihr die Unterstützung von armen Kindern oder in Not geratenen Familien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 unterstützte sie eine umfangreiche archäologische Grabungskampagne in [[Weyregg am Attersee]], bei der Überreste einer [[Römer in Weyregg|römischen Villa]] freigelegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ihre vielfältigen Tätigkeiten zum Wohle der Bevölkerung wurde sie mit Ehrenbürgerschaften und weiteren Auszeichnungen geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*Familie Mayr-Melnhof&lt;br /&gt;
*[[Heimatverein Attergau]]&lt;br /&gt;
*Zeitungsberichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:St. Georgen im Attergau|Kottulinsky]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatpersonen|Kottulinsky]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adelige|Kottulinsky]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonia Mayr-Melnhof</name></author>
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		<id>https://atterwiki.at/index.php?title=Theodora_Kottulinsky&amp;diff=58087</id>
		<title>Theodora Kottulinsky</title>
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		<updated>2025-02-17T15:29:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonia Mayr-Melnhof: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Theodora Kottulinsky.jpg|mini|Theodora Kottulinsky]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Theodora &amp;quot;Dora&amp;quot; Kottulinsky&#039;&#039;&#039;, geb. Freiin Mayr von Melnhof, verh. Gräfin von Kottulinsky (geb. 29. Dezember 1857 in Leoben, gest. 15. Jänner 1936 in Salzburg) war Besitzerin von [[Schloss Kogl]] mit den dazugehörigen Besitzungen. Das Schloss erhielt Theodora Gräfin Kottulinsky von ihrem Vater Franz von Mayr-Melnhof als Morgengabe anlässlich ihrer Hochzeit mit Albert Graf Kottulinsky am 15. Jänner 1884. Gräfin Kottulinsky wurde vor allem im Attergau als vielfache Wohltäterin bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach ihrer Vermählung mit Adalbert Graf Kottulinsky lebte Theodora mit ihrem Gatten auf Schloss Neudau in der Steiermark. Ihre großzügige Wohltäterschaft begann sie mit der Schaffung eines Kinderasyls in Leoben, in dem arme elternlose Kinder aufgenommen und auf ein selbständiges Leben vorbereitet wurden. Des Weiteren schuf sie eine Dienstmädchenschule, die junge Frauen auf ein erfolgreiches Berufsleben vorbereitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Gatte Adalbert starb am 20. November 1904 an einer Lungenentzündung, die er sich bei einem Jagdausflug zugezogen hatte. Er wurde vorerst provisorisch bestattet. Theodora ließ für ihn beim Schloss Neudau ein Mausoleum errichten, in dem Adalbert schließlich beigesetzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod ihres Mannes übersiedelte sie in ihr Schloss Kogl bei St. Georgen im Attergau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 erlitt sie auf einer Autoreise in die Steiermark auf dem schwierigen Pötschenpass einen schweren Unfall, an dem sie Zeit ihres Lebens litt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theodora war auch kunstaffin und so ist es nicht verwunderlich, dass sie sich auch um Kunstschaffende kümmerte. Dem Bildhauer [[Richard Jakitsch]] aus Graz bot sie nach dem Ersten Weltkrieg Unterkunft in einem kleinen Haus (&amp;quot;Jakitsch-Häusl&amp;quot; beim Friedhof) in St. Georgen an und versorgte ihn mit Aufträgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den wirtschaftlich schlechten Jahren verbrachte sie die Winter in ihrer Villa in Salzburg.&lt;br /&gt;
[[Datei:Leichenzug Kottulinsky.jpg|mini|Leichenzug von Kogl nach St. Georgen]]&lt;br /&gt;
Am 15. Jänner 1936 starb sie an einer starken Grippe in Salzburg. Sie wurde nach Kogl überführt und in der dortigen Schlosskapelle aufgebahrt. Nach einem Requiem in der [[Pfarrkirche St. Georgen]] wurde sie in das Mausoleum in Neudau überführt und neben ihrem Gatten bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihre Ehe kinderlos blieb, erbten ihre Nichten und Neffen aus der Familie Mayr-Melnhof Schloss Kogl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bauherrin ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Kogl nach Umbau.jpg|mini|Schloss Kogl um 1914]]&lt;br /&gt;
Obwohl ihr der Abschied von der neuen Heimat in Neudau schwer fiel, übersiedelte sie in ihr Schloss Kogl in St. Georgen im Attergau. Sie ließ das Schloss sogleich in den Jahren von 1906 bis 1908 umfangreich renovieren und erweitern. Der Mitteltrakt wurde dreistöckig und links und rechts mit einem vierstöckigen Turm neu aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schlossbesitzerin war sie auch Patronatsfrau von den Pfarren St. Georgen, Weißenkirchen, Attersee, Weyregg, Steinbach und Unterach. Als Patronatsfrau war sie verpflichtet, für die Erhaltung der Kirchen und Pfarrhöfe zu sorgen. Diese Aufgabe erforderte große Mittel, die durch ihre Besitzungen erwirtschaftet werden mussten. Vor allem die Untwetter 1911 und 1929 erforderten große Aufwendungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte Aufwendung brachte sie für die vollständige Renovierung der [[Pfarrkirche Attersee|Wallfahrtskirche Maria Attersee]] auf. Das wunderbare Barockheiligtum wurde damit erhalten und am Patronatstag, dem 15. August 1910, feierlich eingeweiht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verdienste erwarb sich Theodora auch beim Bau einer [[Pfarrcaritaskindergarten St. Georgen|Kinderbewahranstalt und einer Mädchenvolksschule]] in St. Georgen im Attergau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 ließ sie auf dem Ahberg auf Wunsch des [[Josef Lohninger|Prälaten Dr. Lohninger]] die [[Ahberg-Kapelle]] erbauen. Auf diesem Platz stand früher eine der ersten Kirchen des Attergaus, die im 19. Jahrhundert abgebrochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 erwarb sie das Ortlerhaus, den heutigen [[Pfarrhof St. Georgen|Pfarrhof in St. Georgen]], und stellte die Räumlichkeiten armen und mittellosen und oft auch pflegebedürftigen Personen zur Verfügung. Zwei Ordensschwestern, die von Theodora Kottulinsky bezahlt wurden, betreuten die Inwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Wohltäterin ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kogl Lazarett.jpg|mini|Lazarett im Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
Ihre großzügige Wohltäterschaft begann sie mit der Schaffung eines Kinderasyls in Leoben, in dem arme elternlose Kinder aufgenommen wurden und auf ein selbständiges Leben vorbereitet wurden. Des Weiteren schuf sie eine Dienstmädchenschule, die junge Frauen auf ein erfolgreiches Berufsleben vorbereitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg richtete sie in einem Turm des Schloss Kogls ein Lazarett für bis zu dreißig Soldaten ein, die vom Welser Militärspital zur Nachbetreuung nach Kogl überwiesen wurden. Die Betreuung erfolgte durch den Gemeindearzt Siebenrock und zwei Krankenschwestern. Die Soldaten dankten ihre Wohltätigkeit damit, dass sie ihr auch noch nach Jahren Dankschreiben schickten und so mit ihr in Kontakt blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiges Anliegen war ihr die Unterstützung von armen Kindern oder in Not geratenen Familien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 unterstützte sie eine umfangreiche archäologische Grabungskampagne in [[Weyregg am Attersee]], bei der Überreste einer [[Römer in Weyregg|römischen Villa]] freigelegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ihre vielfältigen Tätigkeiten zum Wohle der Bevölkerung wurde sie mit Ehrenbürgerschaften und weiteren Auszeichnungen geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*Familie Mayr-Melnhof&lt;br /&gt;
*[[Heimatverein Attergau]]&lt;br /&gt;
*Zeitungsberichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:St. Georgen im Attergau|Kottulinsky]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatpersonen|Kottulinsky]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adelige|Kottulinsky]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonia Mayr-Melnhof</name></author>
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		<id>https://atterwiki.at/index.php?title=Eugen_Ransonnet&amp;diff=56461</id>
		<title>Eugen Ransonnet</title>
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		<updated>2024-08-27T08:31:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonia Mayr-Melnhof: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ranson_Portrait.jpg|thumb|Freiherr Eugen von Ransonnet]] &lt;br /&gt;
[[Bild:RansTaucherglocke.jpg|thumb|Ransonnets Taucherglocke]] &lt;br /&gt;
[[Bild:RansKorallen.jpg|thumb|Ransonnets Unterwassergemälde]] &lt;br /&gt;
[[Bild:RansonnetLemmerer1895.jpg|thumb|Ransonnet (sitzend) bei der Jagd 1895]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eugen Freiherr von Ransonnet-Villez&#039;&#039;&#039; (* 7. Juni 1838 Wien, † 28. Juni 1926 Nußdorf am Attersee) war ein weitgereister Marineoffizier der k. u. k. Armee, Legationssekretär im diplomatischen Dienst und betätigte sich auch als Maler und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Eugen Ransonnet wurde am 7. Juni 1838 in Wien-Hietzing geboren. Der Name Ransonnet-Villez stammt aus der Bretagne. Die Familie kam von Frankreich über die Niederlande nach Österreich und wurde 1803 von Kaiser Josef II in den Freiherrenstand erhoben. Sein Vater Karl v. Ransonnet-Villez war Kanzleidirektor des Ministerrates und Vizepräsident des Rechnungshofes in Wien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ransonnet entwickelte früh eine gewisse Leidenschaft zur Kunst und Natur. So kam es, dass er bereits mit 11 Jahren Unterricht an der Akademie der Künste erhielt. Nach seiner Matura am Akademischen Gymnasium in Wien studierte Eugen Ransonnet Jus an der Universität Wien. &lt;br /&gt;
1858 wurde er ins Außenministerium berufen. Ransonnet war auch diplomatisches Mitglied der österreichisch-ungarischen Ostasienexpedition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1860 kam er in Länder wie Palästina, Ägypten, Indien, Ceylon, Japan und Südostasien. Zu dieser Zeit war er bereits als Maler und Reiseschriftsteller bekannt. Neben seiner diplomatischen Tätigkeit begann er zu tauchen und ließ sich nach seinen Angaben eine Taucherglocke bauen, in der er Unterwasserskizzen für seine Gemälde anfertigte. Damit konnte er in einigen Metern Tiefe die Unterwasserwelt beobachten und auf einem Spezialpapier festhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohin Ransonnet bei seinen Reisen im Auftrag des österreichischen Kaisers kam, dort fertigte er Bilder und Zeichnungen von Landschaften und Pflanzen an. Von privaten Expeditionen und als diplomatisches Mitglied der österreichisch-ungarischen Ostasienexpedition (1868-71) brachte er naturwissenschaftliches Material und sogar Zootiere nach Österreich. Einzigartig sind bis heute seine Unterwasser-Lithographien, die sowohl im Golf von Sinai als auch im indischen Ozean bei Ceylon entstanden. Viele dieser Gemälde sind im Ozeanografischen Museum in Monaco zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Porträts und Landschaften von Ransonnet haben überwiegend lokalen Wert, bleibende Bedeutung aber genießt das Universalgenie mit der „Unterwasser-Malerei“. Im Naturhistorischen Museum in Wien ist neben solchen Darstellungen und einer Nachbildung seiner Taucherglocke zu lesen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taucherglocke ==&lt;br /&gt;
Mit Hilfe einer von ihm selbst entworfenen Taucherglocke konnte der Maler, Forscher und Diplomat Eugen von Ransonnet-Villez (1838-1926) die Welt unter Wasser direkt beobachten. Bei seinen Tauchversuchen in Ceylon (1864/65) fertigte er eine Reihe von Skizzen an. Diese dienten ihm später als Grundlage für das erste authentische Unterwasser-Ölgemälde der Wissenschafts- und Kunstgeschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ransonnet in Nußdorf ==&lt;br /&gt;
1871 kam er nach Nußdorf und ließ sich dort eine [[Villa Ransonnet|Villa]] erbauen. Im Garten pflanzte er seltene Bäume und Gewächse, die er von seinen Reisen mitbrachte. Ein Riesen-Lebensbaum (Western Red Cedar - Thuja plicata) hat mittlerweile einen Stammumfang von acht Metern erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ransonnet gründete 1886 den „[[Union-Yacht-Club Attersee]]“, den ältesten Yachtclub Österreichs und den Verschönerungsverein Nußdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1892 wurde er zum ersten Obmann des [[Tourismusverband Attersee|„Verbandes zur Hebung der Sommerfrischen am Attersee“]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nußdorf wurde ein [[Ransonnet-Themenweg|Themenweg]] errichtet, der an sein Leben und seine Leistungen erinnert.&lt;br /&gt;
Ransonnet wurde auch in der [[Dorfkrippe Nußdorf]] als Krippenbesucher nachgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
*Träger der päpstlichen Orden, Pro Ecclesia et Pontifice und Bene Merenti&lt;br /&gt;
*Ritter des Ordens der Eisernen Krone III. Klasse&lt;br /&gt;
*Träger der Goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft&lt;br /&gt;
*Erster Ehrenbürger von [[Nußdorf am Attersee]] und Volosca in Istrien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:RansonnetSW.jpg|Portrait Eugen Freiherr von Ransonnet um 1900&lt;br /&gt;
Bild:VerschönHütte1916.jpg|Segelboote bei der Ransonnet-Villa in Nußdorf - 1916&lt;br /&gt;
Bild:BadeNixenFam1915.jpg|Badegäste vor der Ransonnetvilla 1915&lt;br /&gt;
Bild:Ransonnetvilla1925.jpg|Die Ransonnet-Villa nach 1929&lt;br /&gt;
Bild:TauchglockeRansNatMus.jpg|Ransonnets Taucherglocke im Naturhistorischen Museum Wien &lt;br /&gt;
Bild:TauchRansBeschrNHMus.jpg|Information im Naturhistorischen Museum Wien &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen und Weblinks==&lt;br /&gt;
*Falter des Verschönerungsvereines Nußdorf: [[Ransonnet-Themenweg]]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_von_Ransonnet-Villez Eugen Ransonnet in der Wikipedia]&lt;br /&gt;
*{{Heimatbuch Nußdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatpersonen|Ransonnet, Eugen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nußdorf am Attersee|Ransonnet, Eugen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adelige|Ransonnet, Eugen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonia Mayr-Melnhof</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://atterwiki.at/index.php?title=Eugen_Ransonnet&amp;diff=56458</id>
		<title>Eugen Ransonnet</title>
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		<updated>2024-08-26T09:13:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonia Mayr-Melnhof: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ranson_Portrait.jpg|thumb|Freiherr Eugen von Ransonnet]] &lt;br /&gt;
[[Bild:RansTaucherglocke.jpg|thumb|Ransonnets Taucherglocke]] &lt;br /&gt;
[[Bild:RansKorallen.jpg|thumb|Ransonnets Unterwassergemälde]] &lt;br /&gt;
[[Bild:RansonnetLemmerer1895.jpg|thumb|Ransonnet (sitzend) bei der Jagd 1895]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eugen Freiherr von Ransonnet-Villez&#039;&#039;&#039; (* 7. Juni 1838 Wien, † 28. Juni 1926 Nußdorf am Attersee) war ein weitgereister Marineoffizier der k. u. k. Armee, Legationssekretär im diplomatischen Dienst und betätigte sich auch als Maler und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Eugen Ransonnet wurde am 7. Juni 1838 in Wien-Hitzing geboren. Der Name Ransonnet-Villez stammt aus der Bretagne. Die Familie kam von Frankreich über die Niederlande nach Österreich und wurde 1803 von Kaiser Josef II in den Freiherrenstand erhoben. Sein Vater Karl v. Ransonnet-Villez war Kanzleidirektor des Ministerrates und Vizepräsident des Rechnungshofes in Wien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Matura am Akademischen Gymnasium in Wien studierte Eugen Ransonnet Jus an der Universität Wien. 1858 wurde er ins Außenministerium berufen. Ransonnet war auch diplomatisches Mitglied der österreichisch-ungarischen Ostasienexpedition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1860 kam er in Länder wie Palästina, Ägypten, Indien, Ceylon, Japan und Südostasien. Zu dieser Zeit war er bereits als Maler und Reiseschriftsteller bekannt. Neben seiner diplomatischen Tätigkeit begann er zu tauchen und ließ sich nach seinen Angaben eine Taucherglocke bauen, in der er Unterwasserskizzen für seine Gemälde anfertigte. Damit konnte er in einigen Metern Tiefe die Unterwasserwelt beobachten und auf einem Spezialpapier festhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohin Ransonnet bei seinen Reisen im Auftrag des österreichischen Kaisers kam, dort fertigte er Bilder und Zeichnungen von Landschaften und Pflanzen an. Von privaten Expeditionen und als diplomatisches Mitglied der österreichisch-ungarischen Ostasienexpedition (1868-71) brachte er naturwissenschaftliches Material und sogar Zootiere nach Österreich. Einzigartig sind bis heute seine Unterwasser-Lithographien, die sowohl im Golf von Sinai als auch im indischen Ozean bei Ceylon entstanden. Viele dieser Gemälde sind im Ozeanografischen Museum in Monaco zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Porträts und Landschaften von Ransonnet haben überwiegend lokalen Wert, bleibende Bedeutung aber genießt das Universalgenie mit der „Unterwasser-Malerei“. Im Naturhistorischen Museum in Wien ist neben solchen Darstellungen und einer Nachbildung seiner Taucherglocke zu lesen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taucherglocke ==&lt;br /&gt;
Mit Hilfe einer von ihm selbst entworfenen Taucherglocke konnte der Maler, Forscher und Diplomat Eugen von Ransonnet-Villez (1838-1926) die Welt unter Wasser direkt beobachten. Bei seinen Tauchversuchen in Ceylon (1864/65) fertigte er eine Reihe von Skizzen an. Diese dienten ihm später als Grundlage für das erste authentische Unterwasser-Ölgemälde der Wissenschafts- und Kunstgeschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ransonnet in Nußdorf ==&lt;br /&gt;
1871 kam er nach Nußdorf und ließ sich dort eine [[Villa Ransonnet|Villa]] erbauen. Im Garten pflanzte er seltene Bäume und Gewächse, die er von seinen Reisen mitbrachte. Ein Riesen-Lebensbaum (Western Red Cedar - Thuja plicata) hat mittlerweile einen Stammumfang von acht Metern erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ransonnet gründete 1886 den „[[Union-Yacht-Club Attersee]]“, den ältesten Yachtclub Österreichs und den Verschönerungsverein Nußdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1892 wurde er zum ersten Obmann des [[Tourismusverband Attersee|„Verbandes zur Hebung der Sommerfrischen am Attersee“]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nußdorf wurde ein [[Ransonnet-Themenweg|Themenweg]] errichtet, der an sein Leben und seine Leistungen erinnert.&lt;br /&gt;
Ransonnet wurde auch in der [[Dorfkrippe Nußdorf]] als Krippenbesucher nachgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
*Träger der päpstlichen Orden, Pro Ecclesia et Pontifice und Bene Merenti&lt;br /&gt;
*Ritter des Ordens der Eisernen Krone III. Klasse&lt;br /&gt;
*Träger der Goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft&lt;br /&gt;
*Erster Ehrenbürger von [[Nußdorf am Attersee]] und Volosca in Istrien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:RansonnetSW.jpg|Portrait Eugen Freiherr von Ransonnet um 1900&lt;br /&gt;
Bild:VerschönHütte1916.jpg|Segelboote bei der Ransonnet-Villa in Nußdorf - 1916&lt;br /&gt;
Bild:BadeNixenFam1915.jpg|Badegäste vor der Ransonnetvilla 1915&lt;br /&gt;
Bild:Ransonnetvilla1925.jpg|Die Ransonnet-Villa nach 1929&lt;br /&gt;
Bild:TauchglockeRansNatMus.jpg|Ransonnets Taucherglocke im Naturhistorischen Museum Wien &lt;br /&gt;
Bild:TauchRansBeschrNHMus.jpg|Information im Naturhistorischen Museum Wien &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen und Weblinks==&lt;br /&gt;
*Falter des Verschönerungsvereines Nußdorf: [[Ransonnet-Themenweg]]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_von_Ransonnet-Villez Eugen Ransonnet in der Wikipedia]&lt;br /&gt;
*{{Heimatbuch Nußdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatpersonen|Ransonnet, Eugen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nußdorf am Attersee|Ransonnet, Eugen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adelige|Ransonnet, Eugen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonia Mayr-Melnhof</name></author>
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		<id>https://atterwiki.at/index.php?title=Eugen_Ransonnet&amp;diff=56457</id>
		<title>Eugen Ransonnet</title>
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		<updated>2024-08-26T08:52:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonia Mayr-Melnhof: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ranson_Portrait.jpg|thumb|Freiherr Eugen von Ransonnet]] &lt;br /&gt;
[[Bild:RansTaucherglocke.jpg|thumb|Ransonnets Taucherglocke]] &lt;br /&gt;
[[Bild:RansKorallen.jpg|thumb|Ransonnets Unterwassergemälde]] &lt;br /&gt;
[[Bild:RansonnetLemmerer1895.jpg|thumb|Ransonnet (sitzend) bei der Jagd 1895]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eugen Freiherr von Ransonnet-Villez&#039;&#039;&#039; (* 7. Juni 1838 Wien, † 28. Juni 1926 Nußdorf am Attersee) war ein weitgereister Marineoffizier der k. u. k. Armee, Legationssekretär im diplomatischen Dienst und betätigte sich auch als Maler und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Eugen Ransonnet wurde am 7. Juni 1838 in Hitzig, Wien geboren. Der Name Ransonnet-Villez stammt aus der Bretagne. Die Familie kam von Frankreich über die Niederlande nach Österreich und wurde 1803 von Kaiser Josef II in den Freiherrenstand erhoben. Sein Vater Karl v. Ransonnet-Villez war Kanzleidirektor des Ministerrates und Vizepräsident des Rechnungshofes in Wien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Matura am Akademischen Gymnasium in Wien, studierte Eugen Ransonnet Jus an der Universität Wien. 1858 wurde er ins Außenministerium berufen. Ransonnet war auch diplomatisches Mitglied der österreichisch-ungarischen Ostasienexpedition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1860 kam er in Länder wie Palästina, Ägypten, Indien, Ceylon, Japan und Südostasien. Zu dieser Zeit war er bereits als Maler und Reiseschriftsteller bekannt. Neben seiner diplomatischen Tätigkeit begann er zu tauchen und ließ sich nach seinen Angaben eine Taucherglocke bauen, in der er Unterwasserskizzen für seine Gemälde anfertigte. Damit konnte er in einigen Metern Tiefe die Unterwasserwelt beobachten und auf einem Spezialpapier festhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohin Ransonnet bei seinen Reisen im Auftrag des österreichischen Kaisers kam, dort fertigte er Bilder und Zeichnungen von Landschaften und Pflanzen an. Von privaten Expeditionen und als diplomatisches Mitglied der österreichisch-ungarischen Ostasienexpedition (1868-71) brachte er naturwissenschaftliches Material und sogar Zootiere nach Österreich. Einzigartig sind bis heute seine Unterwasser-Lithographien, die sowohl im Golf von Sinai als auch im indischen Ozean bei Ceylon entstanden. Viele dieser Gemälde sind im Ozeanografischen Museum in Monaco zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Porträts und Landschaften von Ransonnet haben überwiegend lokalen Wert, bleibende Bedeutung aber genießt das Universalgenie mit der „Unterwasser-Malerei“. Im Naturhistorischen Museum in Wien ist neben solchen Darstellungen und einer Nachbildung seiner Taucherglocke zu lesen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taucherglocke ==&lt;br /&gt;
Mit Hilfe einer von ihm selbst entworfenen Taucherglocke konnte der Maler, Forscher und Diplomat Eugen von Ransonnet-Villez (1838-1926) die Welt unter Wasser direkt beobachten. Bei seinen Tauchversuchen in Ceylon (1864/65) fertigte er eine Reihe von Skizzen an. Diese dienten ihm später als Grundlage für das erste authentische Unterwasser-Ölgemälde der Wissenschafts- und Kunstgeschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ransonnet in Nußdorf ==&lt;br /&gt;
1871 kam er nach Nußdorf und ließ sich dort eine [[Villa Ransonnet|Villa]] erbauen. Im Garten pflanzte er seltene Bäume und Gewächse, die er von seinen Reisen mitbrachte. Ein Riesen-Lebensbaum (Western Red Cedar - Thuja plicata) hat mittlerweile einen Stammumfang von acht Metern erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ransonnet gründete 1886 den „[[Union-Yacht-Club Attersee]]“, den ältesten Yachtclub Österreichs und den Verschönerungsverein Nußdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1892 wurde er zum ersten Obmann des [[Tourismusverband Attersee|„Verbandes zur Hebung der Sommerfrischen am Attersee“]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nußdorf wurde ein [[Ransonnet-Themenweg|Themenweg]] errichtet, der an sein Leben und seine Leistungen erinnert.&lt;br /&gt;
Ransonnet wurde auch in der [[Dorfkrippe Nußdorf]] als Krippenbesucher nachgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
*Träger der päpstlichen Orden, Pro Ecclesia et Pontifice und Bene Merenti&lt;br /&gt;
*Ritter des Ordens der Eisernen Krone III. Klasse&lt;br /&gt;
*Träger der Goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft&lt;br /&gt;
*Erster Ehrenbürger von [[Nußdorf am Attersee]] und Volosca in Istrien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:RansonnetSW.jpg|Portrait Eugen Freiherr von Ransonnet um 1900&lt;br /&gt;
Bild:VerschönHütte1916.jpg|Segelboote bei der Ransonnet-Villa in Nußdorf - 1916&lt;br /&gt;
Bild:BadeNixenFam1915.jpg|Badegäste vor der Ransonnetvilla 1915&lt;br /&gt;
Bild:Ransonnetvilla1925.jpg|Die Ransonnet-Villa nach 1929&lt;br /&gt;
Bild:TauchglockeRansNatMus.jpg|Ransonnets Taucherglocke im Naturhistorischen Museum Wien &lt;br /&gt;
Bild:TauchRansBeschrNHMus.jpg|Information im Naturhistorischen Museum Wien &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen und Weblinks==&lt;br /&gt;
*Falter des Verschönerungsvereines Nußdorf: [[Ransonnet-Themenweg]]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_von_Ransonnet-Villez Eugen Ransonnet in der Wikipedia]&lt;br /&gt;
*{{Heimatbuch Nußdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatpersonen|Ransonnet, Eugen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nußdorf am Attersee|Ransonnet, Eugen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adelige|Ransonnet, Eugen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonia Mayr-Melnhof</name></author>
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