Dreifaltigkeits-Kapelle Kemating: Unterschied zwischen den Versionen

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== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Der Standort für die Kapelle dürfte bereits seit über tausend Jahren als heiliger Platz genutzt worden sein. Heute wirkt die Kapelle neben der vorbeiführenden Autobahn deplatziert, der Blick in die Ferne – ein Charakteristikum vieler Kapellen im Gemeindegebiet – ist verstellt. Durch das endgültige Abholzen der morsch gewordenen Kastanienbäume im Jahre 2001 verlor das kleine Gebäude seinen letzten Teil der Aura eines mystischen Ortes.
Der Standort für die Kapelle dürfte bereits seit über tausend Jahren als heiliger Platz genutzt worden sein. Heute wirkt die Kapelle neben der vorbeiführenden [[Autobahn]] deplatziert, der Blick in die Ferne – ein Charakteristikum vieler Kapellen im Gemeindegebiet – ist verstellt. Durch das endgültige Abholzen der morsch gewordenen Kastanienbäume im Jahre 2001 verlor das kleine Gebäude seinen letzten Teil der Aura eines mystischen Ortes.


Unter zwei Kastanienbäumen standen früher zwei Bänke. In der Dreifaltigkeitswoche Ende Mai wurde damals jeden Abend vor der Kapelle der Rosenkranz gebetet, später war es dann nur mehr am Dreifaltigkeitssonntag, heute finden keine Veranstaltungen vor der Kapelle mehr statt. Mit dem Tod von Theresia Schlipfinger endete leider die langjährige Tradition der Gebete bei der Kapelle. Der 1913 geborene Johann Roither wusste zu berichten:
Unter zwei Kastanienbäumen standen früher zwei Bänke. In der Dreifaltigkeitswoche Ende Mai wurde damals jeden Abend vor der Kapelle der Rosenkranz gebetet, später war es dann nur mehr am Dreifaltigkeitssonntag, heute finden keine Veranstaltungen vor der Kapelle mehr statt. Mit dem Tod von Theresia Schlipfinger endete leider die langjährige Tradition der Gebete bei der Kapelle. Der 1913 geborene Johann Roither wusste zu berichten:

Version vom 22. Januar 2015, 22:03 Uhr

Dreifaltigkeitskapelle in Kemating
Dreifaltigkeits-Kapelle in Kemating
Das Kapelleninnere

Die Dreifaltigkeits-Kapelle befindet sich direkt an der Westautobahn außerhalb des Oberdorfes in Kemating, Seewalchen am Attersee.

Beschreibung

Der Standort für die Kapelle dürfte bereits seit über tausend Jahren als heiliger Platz genutzt worden sein. Heute wirkt die Kapelle neben der vorbeiführenden Autobahn deplatziert, der Blick in die Ferne – ein Charakteristikum vieler Kapellen im Gemeindegebiet – ist verstellt. Durch das endgültige Abholzen der morsch gewordenen Kastanienbäume im Jahre 2001 verlor das kleine Gebäude seinen letzten Teil der Aura eines mystischen Ortes.

Unter zwei Kastanienbäumen standen früher zwei Bänke. In der Dreifaltigkeitswoche Ende Mai wurde damals jeden Abend vor der Kapelle der Rosenkranz gebetet, später war es dann nur mehr am Dreifaltigkeitssonntag, heute finden keine Veranstaltungen vor der Kapelle mehr statt. Mit dem Tod von Theresia Schlipfinger endete leider die langjährige Tradition der Gebete bei der Kapelle. Der 1913 geborene Johann Roither wusste zu berichten:

Då is d´Muadda oiwei dauni,und de zwoa Bengan san oiwei voi gwen a da Dreifoidigkeidswocha.

Fiel die Dreifaltigkeitswoche in den Mai, so teilte sich das Dorf. Die Bewohner des Unterdorfes hielten in der Kirche Maiandachten ab, die Einwohner des Oberdorfes versammelten sich zu Ehren Marias vor der Kapelle.

Der Bau ist von Nordwesten nach Südosten ausgerichtet. Der Eingang in die Kapelle wird durch einen Rundbogen gebildet. Über dem Rundbogen ist nur mehr im Außenverputz der Platz für das Dreieck als Sinnbild für die Dreifaltigkeit Gottes zu erkennen. Im Inneren, das durch seine Kleinheit entfernt an die Heimkehr in den mütterlichen Schoß erinnert, trennt ein schmiedeeisernes Gitter den Besucherraum vom Anbetungsraum, der ein kleines Marienbild, eine Marienstatue, ein kleines Jesusbild, ein kleines Kreuz und ein großes Dreifaltigkeitsbild enthält. Maria ist mit einem brennenden, dolchdurchbohrten Herzen dargestellt und hält eine weiße Blume in der Hand. Das Herz Jesus ist ebenfalls entflammt, von einem Kreuz geschmückt und von einem Dornenkranz umwunden. Die Marienstatue zeigt die Mutter Jesus, wie sie auf eine Schlange tritt, die einen Apfel im Maul hält. Das große Dreifaltigkeitsbild zeigt links einen bärtigen Jesus im Himmel, rechts einen bärtigen Gottvater und im oberen Bildbereich eine Taube. Im Bildzentrum befindet sich eine kniende Maria, über die Gottvater und Gottsohn eine Krone halten.

Die gemauerte und früher alljährlich neu gestrichene Kapelle wurde 1991 letztmalig restauriert. Erhalter der Kapelle ist die Familie Schlipfinger aus Kemating.

Lage

Quelle

  • Helga Kern, Franz Roither: Kleindenkmäler in Seewalchen am Attersee, Eigenverlag 2006/2009
Kapellen in Seewalchen am Attersee
WappenSeewalchen.jpg
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