Maria-Lourdes-Kapelle: Unterschied zwischen den Versionen

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Die relativ große Kapelle bietet den Besuchern keine Sitzplätze. Ein ornamentloses und filigranes Gitter mit einer Inschrift trennt den Besuchsraum vom Altar. Die sich dahinter befindliche weiße Marienstatue mit einem blauen Schal blickt nach oben und ist in eine Felsgrotte eingearbeitet. Vor der Grotte befindet sich ein für die Besucher nicht benutzbarer Betschemel zum Knien. Außerdem gibt es noch ein aus Stein gestaltetes Kreuz in einem Kreis. Eine zweite Statue zeigt eine kniende Frau, die einen Kranz hält.
Die relativ große Kapelle bietet den Besuchern keine Sitzplätze. Ein ornamentloses und filigranes Gitter mit einer Inschrift trennt den Besuchsraum vom Altar. Die sich dahinter befindliche weiße Marienstatue mit einem blauen Schal blickt nach oben und ist in eine Felsgrotte eingearbeitet. Vor der Grotte befindet sich ein für die Besucher nicht benutzbarer Betschemel zum Knien. Außerdem gibt es noch ein aus Stein gestaltetes Kreuz in einem Kreis. Eine zweite Statue zeigt eine kniende Frau, die einen Kranz hält.
   
   
Eine Restaurierung des Baus „Zur unbefleckten Empfängnis Mariens“ erfolgte 1977, die Segnung am 16. Oktober 1977 durch den Dechant Bernhard Reiter. Die Feier wurde umrahmt von der [[Musikkapelle Seewalchen am Attersee]] unter Franz Sumereder, der als Pfarrgemeinderatsobmann auch die Bauaufsicht innehatte. Die Kosten der Renovierung waren bis auf 7.000 Schilling durch Spenden gedeckt. Zehn Jahre später wurde die Kapelle erneut restauriert und am 19. Mai 1987 eingeweiht.
Eine Restaurierung des Baus „Zur unbefleckten Empfängnis Mariens“ erfolgte 1977, die Segnung am 16. Oktober 1977 durch den Dechant Bernhard Reiter. Die Feier wurde umrahmt von der [[Musikkapelle Seewalchen am Attersee]] unter [[Franz Sumereder]], der als Pfarrgemeinderatsobmann auch die Bauaufsicht innehatte. Die Kosten der Renovierung waren bis auf 7.000 Schilling durch Spenden gedeckt. Zehn Jahre später wurde die Kapelle erneut restauriert und am 19. Mai 1987 eingeweiht.


Kapellen-Erhalter war die Familie Zöbl aus Kraims, die Erben wohnen allerdings nicht mehr im Ort. Die Kapelle wird nun von der Dorfgemeinschaft erhalten.
Kapellen-Erhalter war die Familie Zöbl aus Kraims, die Erben wohnen allerdings nicht mehr im Ort. Die Kapelle wird nun von der Dorfgemeinschaft erhalten.
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== Lageplan ==
== Lageplan ==
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== Quelle ==
== Quelle ==

Aktuelle Version vom 18. Dezember 2016, 15:47 Uhr

Maria-Lourdes-Kapelle in Kraims

Die Maria-Lourdes-Kapelle befindet sich an der Hauptstraße in der Ortschaft Kraims, Gemeinde Seewalchen am Attersee.

Beschreibung

Die Einweihung der Maria-Lourdes-Kapelle in Kraims erfolgte am 19. Mai 1887. Der höchstwahrscheinlich an Leukämie erkrankte Bauernsohn Wolfgang Starzinger, der dann bereits am neunten Juni desselben Jahres verstarb, hatte sie von seinem Heiratsgut erbauen lassen.

Es handelt sich um eine von zwei Gewächsen flankierte, gemauerte Kapelle mit einem dem gotischen Baustil nachempfundenen Gewölbe und einem Spitzbogeneingang. Auf dem Dach ist ein Metallkreuz, dessen Enden wiederum in Kreuze übergehen. Zwei große Glasfenster gehen auch nach Süd und Nord, in denen sich Blumenornamente und Eichenlaub befinden.

Die relativ große Kapelle bietet den Besuchern keine Sitzplätze. Ein ornamentloses und filigranes Gitter mit einer Inschrift trennt den Besuchsraum vom Altar. Die sich dahinter befindliche weiße Marienstatue mit einem blauen Schal blickt nach oben und ist in eine Felsgrotte eingearbeitet. Vor der Grotte befindet sich ein für die Besucher nicht benutzbarer Betschemel zum Knien. Außerdem gibt es noch ein aus Stein gestaltetes Kreuz in einem Kreis. Eine zweite Statue zeigt eine kniende Frau, die einen Kranz hält.

Eine Restaurierung des Baus „Zur unbefleckten Empfängnis Mariens“ erfolgte 1977, die Segnung am 16. Oktober 1977 durch den Dechant Bernhard Reiter. Die Feier wurde umrahmt von der Musikkapelle Seewalchen am Attersee unter Franz Sumereder, der als Pfarrgemeinderatsobmann auch die Bauaufsicht innehatte. Die Kosten der Renovierung waren bis auf 7.000 Schilling durch Spenden gedeckt. Zehn Jahre später wurde die Kapelle erneut restauriert und am 19. Mai 1987 eingeweiht.

Kapellen-Erhalter war die Familie Zöbl aus Kraims, die Erben wohnen allerdings nicht mehr im Ort. Die Kapelle wird nun von der Dorfgemeinschaft erhalten.

Die Pfarrchronik Seewalchen von 1887 berichtet
Benediktion der Maria-Lourdes-Kapelle in Kraims. Am 19. Mai, dem Fest Christi Himmelfahrt, wurde zu Kraims die neu erbaute Lourdeskapelle feierlich benedizirt. Dieselbe wurde auf Kosten des am 9. Juni des Jahres verstorbenen, braven Jünglings Wolfgang Starzinger, Bauerssohn von dort aus seinem Heiratsgute erbaut und nach den Angaben des von ihm gebetenen Kooperators Pater Wolfgang eingerichtet. Sie dürfte im Ganzen auf zirka 1.000 Gulden zu stehen gekommen sein. Den ersten Anlass hierzu gab das Mariae-Lourdesbuch „Wer hat Recht?“ von Doktor Johann Ackerl, welches dem lungenkranken Jüngling von seinem Beichtvater zur Lektüre gegeben worden war. Diese Kapelle ist auf das Haus Nummer 12 in Kraims intabuliert und muß auf ewige Zeiten von dort erhalten werden. Auch darf gemäß Ordinariatsverordung kein Opferstock daselbst aufgestellt werden. Seit dem Tage der Benediktion dieser Kapelle findet auch alljährlich die so genannte Maiprozession dorthin statt, und nicht mehr, wie früher nach Schörfling. Der Grund lag darin, dass früher diese Prozessionen zur gleichen Stunde von Schörfling und Seewalchen vice versa geführt wurden, und bei dem jedesmaligen Begegnen gab es Unfug von beiden Seiten, weshalb von den beiden Seelsorgsvorständen die Vereinbarung getroffen wurde, dass jede Prozession einen anderen Weg, als bisher zu nehmen habe.

Lageplan

Quelle

  • Helga Kern, Franz Roither: Kleindenkmäler in Seewalchen am Attersee, Eigenverlag 2006/2009
Kapellen in Seewalchen am Attersee
WappenSeewalchen.jpg
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