Narzbergergut

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Narzbergut am Kronberg

Das Narzbergergut am Kronberg in der Gemeinde Straß im Attergau ist seit dem Jahr 1250 bekannt. Seit 1978 werden auf dem Anwesen künstlerische Veranstaltungen angeboten.

Siehe auch: Wolfgang Schuster

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Gut auf dem Kronberg kam 1250 an das Stift Michaelbeuern. Bekannt wurde es durch den Besitzer Wolfgang Grapler, der beim Bauernkrieg 1525 als „Narz vom Kronberg“ als einer der Anführer des radikalen Flügels der Aufständischen in die Geschichtsbücher einging. Ein Teil des historischen Ensembles, bestehend aus dem Mittertennhaus und dem Troadkasten, wurde 1978 von Prof. Wolfang Schuster und Mag. Christa Schuster erworben und in denkmalpflegerischem Sinn renoviert. 1988 wurde durch den Architekten Prof. Johannes Spalt ein Konzertsaal errichtet, der durch den Chef der Metropolitan Opera New York, James Levine (Klavier), und Dame Margaret Price (Sopran) eröffnet wurde.

The estate on the Kronberg came to the Michaelbeuern monastery in 1250. Owner Wolfgang Grapler was famous in the Peasants' War in 1525 as "Narz vom Kronberg" as one of the ringleaders. The historic ensemble of Mittertennhaus, Auszugshaus and Troadkasten was aquired and restored in 1978 by Prof. Wolfang Schuster, Wiener Philharmoniker, and his wife Christa. In the former stable wing a concert hall was built by the architect Prof. Wolfgang Spalt. 1988 James Levine on piano and soprano Dame Margret Price opened the concert hall.

Chronik

  • 1250 Das Gut am Kronberg kommt durch Schenkung an das Stift Michaelbeuern.
  • 1465 Wolffgangen und Kathrein werden in einer Urkunde des Stiftes als Besitzer des Bauerngutes eingesetzt.
  • 1510 Wolfgang Grapler aus Katterlohen wird Besitzer des Anwesens. Er wird als „Narz vom Kronberg“ im Bauernkrieg von 1525 als „Scharfmacher“ bekannt.
  • 1554 Georg Grapler ist Besitzer des Bauernhofes und heiratet zum zweiten Mal.
  • 1587 Daniel und Katharina Grapler übernehmen das Anwesen und kaufen 1595 das Erbrecht am Narzbergergut vom Stift Michaelbeuern.
  • 1601 Daniel Grapler verkauft das Gut an Andrä Rörl.
  • 1607 Josef und Anna Ertl, geb. Rörl, übernehmen das Bauerngut.
  • 1667 Tobias Kalthenleitner heiratet Susanne Ertl.
  • 1696 Balthasar Partl aus Nußdorf heiratet Salome Kalthenleitner.
  • 1722 Georg Sagerer heiratet Maria Partl.
  • 1738 Ein neuer erweiterter Dachstuhl wird unter Einbindung der ehemaligen „Sommerküche“ errichtet.
  • 1750 Hans Sagerer wird im Theresianischen Gültbuch als Besitzer genannt.
  • 1787 Sohn Jakob Sagerer und seine Frau Katharina übernehmen das Haus.
  • 1826 Jakob Reinhart aus Steinbach heiratet 1819 Anna Sagerer und beide übernehmen 1826 das Elternhaus der Anna. Zwei weitere Generationen Reinhart führen hier den Bauernhof.
  • 1892 Mathäus und Theresia Hauser erwerben durch Kauf das Bauerngut.
  • 1926 Karl und Nothburga Moser aus Brixlegg in Tirol erwerben das Gut.
  • 1938 Martin und Mathilde Winkler erben das Anwesen.
  • 1972 Franz und Agnes Emeder kaufen das Narzbergergut.
  • 1978 Prof. Wolfgang Schuster, Mitglied der Wiener Philharmoniker, und seine Frau Mag. Christa Schuster erwerben das Gebäude, das seit dieser Zeit im Familienbesitz ist. Seither sind im Konzertsaal weltberühmte Künstler, die zum Teil auch hier gewohnt haben, aufgetreten.

Siehe auch

Lage

Quellen

  • Grundbuch und Matriken (Transkription und Aufbereitung: Franz Hauser)
Haustafeln in Straß im Attergau
WappenStrass.jpg
Attergauer Aussichtsturm | Edelsitz Wildenhag | Landgraben | Landhotel Waldmühle | Gasthaus Steinberger | Schmied in Wildenhag | Schmied in der Halt | Schmied Wachter | Narzbergergut | Verwanghof | Moorbad | Wirt in Stampf
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