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Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut

Aus AtterWiki
AAS Workshop 2025

Der Astronomische Arbeitskreis Salzkammergut (AAS) betreibt die Sternwarte am Gahberg, Gemeinde Weyregg am Attersee. Die Hauptinteressen des Vereins liegen in der „praktischen“ Astronomie, insbesondere in der Astrofotografie und in der Beobachtung.

Geschichte

Der Verein Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut (AAS) wurde im Oktober 1980 von einer Gruppe jugendlicher Sternfreunde gegründet. Schon ab Mitte der 1970er Jahre hatte sich eine lose Interessensgemeinschaft, die „Astronomische Arbeitsgruppe Gahberg“, zusammengefunden, die jedoch keinen Verein bilden wollte. Da das Ziel, die Errichtung einer astronomischen Beobachtungsstation auf dem Gahberg, jedoch nur durch einen eingetragenen Verein möglich war, kam es zur Vereinsgründung durch junge Mitglieder dieser Arbeitsgruppe.

Bei der Vereinsgründung umfasste der (AAS) Astronomische Arbeitskreis Salzkammergut 28 Mitglieder. Im Laufe von 45 Jahren ist er mit ca. 900 Mitglieder zu einem mitgliederstarken Verein angewachsen. Wenn es schon ein „Verein“ sein muss, so sollte der anders sein, als „üblich“, darüber war man sich bei der Vereinsgründung einig.

Vereinsvorstand

Der Vereinsvorstand sollte nicht nur aus einer kleinen Gruppe bestehen, sondern es sollten alle jene mit eingebunden werden, die für den Verein in irgendeiner Weise aktiv sind. Somit entscheiden jene für den Verein, die mitarbeiten, egal wie viele Personen dies sind. In der Satzung wurde dies so festgelegt. Natürlich gibt es auch einen Vereinsobmann, einen Schriftführer, Kassier und Sachwart, aber es gibt auch eine variable Zahl an Beiräten mit vollem Stimmrecht. Der Vereinsvorstand 2025/2026 besteht aus 46 Personen. Somit ist eine sehr breite Meinungsvielfalt gegeben und die aktiven Mitglieder sind als Vorstandsmitglieder aufgewertet. Die Differenzen, die sich in anderen Vereinen zwischen einem kleinen Vorstand und den aktiven Mitgliedern auftun, gibt es dadurch nicht.

Finanzierung des Vereins

Die finanzielle Unabhängigkeit des Vereines ist besonders wichtig. Der Verein verzichtet auf Förderungen und Subventionen und es gibt auch keine Abhängigkeit von Sponsoren. Der AAS finanziert sich selbst. Durch den sehr niedrigen Mitgliedsbeitrag (Erwachsene jährlich 19 € und Jugendliche ohne Einkommen 11 €) gibt es viele Vereinsbeitritte. Durch „Überzahlungen“ kommen etwa 50 % der Mitgliedsbeiträge an Spenden hinzu. Die Eintrittsgelder bei Sternwartenführungen (8 € Erwachsene, 4 € Jugendliche – Vereinsmitglieder und deren nahe Angehörige kostenlos) sind eine weitere wesentliche Einnahme. Durch das Vereinsprojekt „CCD-Guide“ ( siehe www.ccdguide.com - dem Verkauf von Software und Astrofotos von Vereinsmitglieder) und Spenden aus einer (kostenlosen) Sterntaufe) kommen weitere Einnahmen hinzu.

Wenn es außerordentliche Projekte zu finanzieren gibt, so erhält der Verein von Mitgliedern „Privatanteile“ – d.h. engagierte Mitglieder zahlen ihren Mitgliedsbeitrag für einige Jahre im voraus oder „leihen“ dem Verein einen Betrag, der in den Folgejahren rückerstattet wird.

Interessenten

Wichtig ist das „Sammeln“ von Interessenten. Nicht jeder an der Astronomie Interessierte will auch gleich Mitglied werden. Die Interessenten erhalten so wie die Mitglieder die Vereinsinformationen in Form von mailings bei Himmelsereignissen, Eilnachrichten bei plötzlichen Erscheinungen – z.B. Polarlichtern und die jährlich mehrmals erscheinende Vereinszeitung „Astro-Info“, die nicht nur digital (ca. 2.300) , sondern auch in gedruckter Form (ca. 1.300 Stk.) ausgesandt wird. In einer Zeit der „Über-Digitalisierung“ finden gedruckte Informationen wieder verstärkte Aufmerksamkeit. Jährlich gibt es bei diesen Interessenten eine recht erfolgreiche Mitgliederwerbeaktion.

Sternwarte Gahberg

Sternwarte Gahberg im Sommer
Sternwarte Gahberg im Winter

1982 wurde vom Verein eine kleine bescheidene Beobachtungsstation auf dem Gahberg errichtet, eine einfache Montierung in einem Schutzkasten. Als 1986 eine Sternwartenkuppel samt Montierung und einem großen Linsenteleskop (200/2600 mm) aus einem Nachlass sehr günstig gekauft werden konnte, kam es zum Bau der Sternwarte Gahberg, die im Jahr 1988 eröffnet wurde. Vorrangiges Ziel war nicht die Volksbildung, sondern, dass die Vereinsmitgliedern eine Basis haben, um auf dem Areal der Sternwarte ihre privaten Teleskope aufstellen und betreiben zu können. 2001 wurde das bis dahin gepachtete Sternwartengrundstück samt Parkplatz vom Verein gekauft. In weiterer Folge kam es zur Errichtung von 3 weiteren Sternwartenkuppeln, 3 Schiebedachhütten und 8 Montierungskästen, die sowohl im Eigentum des Vereines, manche jedoch im Eigentum von sehr aktiven Mitgliedern sind. Mitglieder. die Ihre Geräte auf der Sternwarten stationiert haben, müssen keine Miete, Strom- oder Internetkosten tragen und deren Geräte sind auch in die Sternwartenversicherung eingeschlossen. Die Gegenleistung dieser Mitglieder erfolgt durch sehr aktive Mitarbeit bei Führungen, Veranstaltungen und Arbeitseinsätzen für den Verein und auf der Sternwarte.

Die Sternwarte befindet sich am nördlichen Rand des ersten österreichischen Sternenparks, der 2021 zertifiziert wurde. Der Sternenpark „Naturpark Attersee-Traunsee“ befindet sich zwischen dem Attersee und Traunsee. Im Süden wird der Sternenpark vom „Höllengebirge“ begrenzt.

Sternwarteführungen

Gahbergkapelle mit Komet Hale-Bopp

Sternwartenführungen werden auf der Sternwarte Gahberg sehr kurzfristig festgelegt. Wenn die Wettervorhersage passt, wird die Führung etwa 2 bis 3 Tage vorher den Mitgliedern und Interessenten und den Newsletter-Empfängern (auch Touristen) via email mitgeteilt. Es gibt ein Reservierungssystem, da wir maximal 90 Personen zu einer Führung zulassen können. Bei Sternwartenführungen gibt es bei uns keinen Vortragenden, der durch alle Stationen führt. Wir haben verschiedene Stationen mit Leuten aus unserem Team und mehrere Teleskope aufgestellt und unsere Besucher können sich frei zwischen den Stationen bewegen und so für jenes entscheiden, was sie besonders interessiert. Es gibt auch kein offizielles Ende, da die Führung meist in unsere eigenen Beobachtungen und Himmelsfotografie übergehen. Besucher können gerne auch dabei mitmachen und länger bleiben.

Veranstaltungen

Transportables Palnetarium
See-Zeit-Kosmos im Kultursaal Seewalchen

Neben den Sternwartenführungen führen wir weitere Veranstaltungen durch: „See-Zeit-Kosmos“, (eine Ausstellung und zugleich Astronomieworkshop mit mobilem aufblasbarem Planetarium), das an verschiedenen Orten stattfindet, auch in Kindergärten und Schulen. Diese Veranstaltung ist insbesondere für Kinder, die in Ihrem Interesse am Sternenhimmel ihre Familie und Freunde „mitreissen“.

Einmal jährlich gibt’s auf der Sternwarte ein „Open-Air Konzert“ – „Moonwalk“ mit galaktischen Klängen einer befreundeten Kulturgruppe, kombiniert mit einer Sternwartenführung. Im August begleiten wir nächtliche Sternschnuppenfahrten mit dem Atterseeschiff und bei Astronomie am Attersee stehen wir mit unseren Teleskopen am Ufer des Attersees und machen „Street-Astronomie“. Wir erhalten häufig Teleskopspenden. Diese dienen als Anfängerteleskope, die wir unseren jugendlichen Mitgliedern für ein Jahr als Leihteleskope kostenlos zur Verfügung stellen.

In monatlichen Vereinstreffen, in einem jährlichen größeren Workshop in Weyregg, bei Mitgliederabenden mit eigenen Teleskopen und bei Mitgliederworkshops auf der Sternwarte Gahberg wird die Zusammenarbeit untereinander gefördert. Oft ergeben sich neue Projekte, die vom Verein und von anderen Mitgliedern mitgestaltet werden.

Ganz wichtig ist uns auch, dass wir die Astronomie als Hobby sehen, das auch Spaß machen darf und soll. Es ist uns auch wichtig, dass unsere Mitglieder ihre Familien mit einbinden.

Kontakt

siehe: Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut

Falls Sie mit dem Verein Verbindung aufnehmen wollen, schreiben Sie an folgende Adresse:

Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut
Sachsenstraße 2
4863 Seewalchen
Austria
Servicetelefonnummer (Bandansage): +43 (7662)-8297
Email Arbeitskreis

Weblinks

Hier findet man auch umfangreiche Informationen mit Bildergalerie (mehr als 1.600 Digitalbilder), Astrobazar und Kalendarium.

Bilder

Bildersammlung

Quellen