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Benutzer:Franz Hauser/Hochwasserschutz Attergau

Aus AtterWiki
Spatenstich mit Gemeinde-, Landes- und Bundesvertretern 2025

Unter dem Projekttitel Hochwasserschutz Attergau wird zum Schutz der an der Dürren Ager anliegenden Gemeinden Straß im Attergau, St. Georgen im Attergau, Berg im Attergau und Vöcklamarkt seit 2025 ein umfangreiches Hochwasserschutzprojekt durch den Hochwasserschutzverband Attergau mit Unterstützung von Bund und Land OÖ umgesetzt, das Ende 2027 fertiggestellt werden wird. Die Projektkosten werden derzeit auf 26 Millionen Euro geschätzt, davon wird der Bund 49%, das Land 41% und die vier Gemeinden im Hochwassserschutzverband Attergau 10% übernehmen.

Anlass

In den letzten Jahrzehnten traten entlang der Dürren Ager immer wieder Hochwasserereignisse auf, die erhebliche Schäden anrichteten. Auf Grund des Klimawandels wird erwartet, dass diese Hochwasser in Zukunft vermehrt und verstärkt auftreten werden. Das Hochwasserschutzprojekt soll bis zu "100-jährige Hochwasser" durch den Bau von Hochwasserretentionsbecken verhindern. Vor allem die Ortszentren von Straß im Attergau und St. Georgen im Attergau werden geschützt.

Bauwerke

Die Wildbachverbauung errichtet im Gemeindegebiet Straß im Attergau am Breitmoosbach und am Aubach Sperrwerke, die vor allem bei Hochwasserereignissen Verklausungen durch vom Wasser mitgeführte Hölzer und Geröll verhindern werden.

Beim Zusammenfluss des Breitmoosbaches und des Aubaches, in Folge ergibt dies den Sagererbach, wird ein Hochwasserretentionsbecken in der Größenordnung von 140.000 m3 errichtet. Diese Bäche werden von Bächen der Ostseite der Roßmoosberges bzw. von Bächen der Südseite des Kronberges gespeist.

Ein weiteres Hochwasserretionsbecken wird am Klausbach mit einem Faßungsvermögen von 140.000 m3 errichtet. Der Klausbach wird von von Bächen der Ostseite des Mondseeberges und der Südostseite des Lichtenbergs gespeist. Der Klausbach mündet bei Thalham, St. Georgen im Attergau in die Dürre Ager, die im Oberlauf Ruezingbach genannt wird, der aus dem Gemeindegrenzgebiet Oberwang-Straß kommt.

Schließlich wird das größte Hochwasserretentionsbecken an der Dürren Ager in Thalham bei St. Georgen im Attergau mit einem Faßungsvermögen von 240.000 m3 gebaut.

Insgesamt haben die Retentionsbecken ein Gesamtvolumen von. ca. 700.000 m3.

Neben diesen Bauwerken sind Straßenumlegungen und neue Brückenbauwerke sowie Renaturnierungsmaßnahmen notwendig.

Bilder des in Bau befindlichen Hochwasserschutzes

Bewertung

Die Kosten der gesamten Maßnahmen sollen niedriger sein als eventuelle Schäden durch ein 100-jähriges Hochwasser. Die Maßnahmen sind enorme Eingriffe in die Naturlandschaft und werden daher von Teilen der Bevölkerung und von Naturschützern abgelehnt. Andererseits werden die Maßnahmen von durch Hochwasser betroffenen Haus- und Grundbesitzern begrüßt. Eine Berechnung hat ergeben, dass etwa 286 Objekte und etwa 850 Anrainer von den Schutzmaßnahmen profitieren werden.

Hochwasser im Attergau

Bisher ist kein 100-jähriges Hochwasser im Schutzgebiet bekannt, aber in den Jahren 1985, 2002, 2013 und 2016 sind Hochwasser über dem 30-jähren Hochwasser bekannt. In Zukunft werden weiterhin starke Hochwasser erwartet und ein 100-jähriges Hochwasser im Bereich der Möglichkeit.

Bilder von Hochwasserereignissen

Quellen

[[Kategorie:Gewässer] [[Kategorie:Straß (Geografie und Natur)] [[Kategorie:Berg (Geografie und Natur)] [[Kategorie:St. Georgen (Geografie und Natur)]