Hochwasserschutz Attergau

Unter dem Projekttitel Hochwasserschutz Attergau wird zum Schutz der an der Dürren Ager anliegenden Gemeinden Straß im Attergau, St. Georgen im Attergau, Berg im Attergau und Vöcklamarkt seit 2025 ein umfangreiches Hochwasserschutzprojekt durch den Hochwasserschutzverband Attergau mit Unterstützung von Bund und Land OÖ umgesetzt, das Ende 2027 fertiggestellt werden wird. Die Projektkosten werden derzeit auf 26 Millionen Euro geschätzt, davon wird der Bund 49%, das Land 41% und die vier Gemeinden im Hochwassserschutzverband Attergau 10% übernehmen.
Anlass
In den letzten Jahrzehnten traten entlang der Dürren Ager immer wieder Hochwasserereignisse auf, die erhebliche Schäden anrichteten. Auf Grund des Klimawandels wird erwartet, dass diese Hochwasser in Zukunft vermehrt und verstärkt auftreten werden. Das Hochwasserschutzprojekt soll bis zu "100-jährige Hochwasser" durch den Bau von Hochwasserretentionsbecken verhindern. Vor allem die Ortszentren von Straß im Attergau und St. Georgen im Attergau werden geschützt.
Bauwerke
Die Wildbachverbauung errichtet im Gemeindegebiet Straß im Attergau am Breitmoosbach und am Aubach Sperren, die vor allem bei Hochwasserereignissen Verklausungen durch vom Wasser mitgeführte Hölzer und Geröll verhindern werden.
Beim Zusammenfluss des Breitmoosbaches und des Aubaches, in Folge ergibt dies den Sagererbach, wird ein Hochwasserretentionsbecken in der Größenordnung von 120.000 m3 errichtet. Diese Bäche werden von Bächen der Ostseite der Roßmoosberges bzw. von Bächen der Südseite des Kronberges gespeist.
Ein weiteres Hochwasserretionsbecken wird am Klausbach mit einem Faßungsvermögen von 340.000 m3 errichtet. Der Klausbach wird von von Bächen der Ostseite des Mondseeberges und der Südostseite des Lichtenbergs gespeist. Der Klausbach mündet bei Thalham, St. Georgen im Attergau in die Dürre Ager, die im Oberlauf Ruezingbach genannt wird, der aus dem Gemeindegrenzgebiet Oberwang-Straß kommt.
Schließlich wird das Hochwasserretentionsbecken an der Dürren Ager in Thalham bei St. Georgen im Attergau mit einem Faßungsvermögen von 240.000 m3 gebaut.
Insgesamt haben die Retentionsbecken ein Gesamtvolumen von. ca. 700.000 m3.
Neben diesen Bauwerken sind Straßenumlegungen und neue Brückenbauwerke sowie Renaturnierungsmaßnahmen notwendig.
Bilder des in Bau befindlichen Hochwasserschutzes
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Sperre am Aubach in Sagerer
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Sperre am Breitmoosbach in Sagerer
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Hochwasserbecken am Sagererbach
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Hochwasserbecken am Klausbach in Thalham
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Hochwasserbecken an der Dürren Ager in Thalham
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Hochwasserbecken an der Dürren Ager in Thalham
Bewertung
Die Kosten der gesamten Maßnahmen sollen niedriger sein als eventuelle Schäden durch ein 100-jähriges Hochwasser. Die Maßnahmen sind enorme Eingriffe in die Naturlandschaft und werden daher von Teilen der Bevölkerung und von Naturschützern abgelehnt. Andererseits werden die Maßnahmen von durch Hochwasser betroffene Haus- und Grundbesitzer begrüßt. Eine Berechnung hat ergeben, dass etwa 286 Objekte und etwa 850 Anrainer von den Schutzmaßnahmen profitieren werden.
Hochwasser im Attergau
Bisher ist kein 100-jähriges Hochwasser im Schutzgebiet bekannt, aber in den Jahren 1954, 1985, 2002, 2013 und 2016 sind Hochwasser über dem 30-jähren Hochwasser bekannt. In Zukunft werden weiterhin starke Hochwasser erwartet und ein 100-jähriges Hochwasser ist im Bereich der Möglichkeit.
Bilder von Hochwasserereignissen
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Hochwasser in Reichenthalheim, Vöcklamarkt
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Hochwasser in Straß, 1985
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Hochwasser im Plainfeld, St. Georgen, 2002
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Hochwasser in Straß, 2013
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Hochwasser in St. Georgen, 2013
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Hochwasser in St. Georgen, 2016
Quellen
- Bundesministerium für Landwirtschaft- und Forstwirtschaft BMLUK
- Wildbachverbauung Oberösterreich
- Gewässerbezirk Gmunden
- Marktgemeinde St. Georgen im Attergau
- Regionsarchiv Attersee-Attergau
- Recherchen und Zusammenstellung von Franz Hauser