Edelkastanie in Steinbach: Unterschied zwischen den Versionen

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ND-Nr.: 242
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== Standort und Beschreibung ==
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Die Edelkastanie besitzt einen Stammumfang von etwa 750 cm und einen Kronendurchmesser von etwa 16 m und befindet sich auf der Steinbacher Pfarrhofwiese unweit der Pfarrkirche. Sie gilt als einer der größten und am schönsten entwickelten Bäume ihrer Art in Oberösterreich.
Die Edelkastanie besitzt einen Stammumfang von etwa 750 cm und einen Kronendurchmesser von etwa 16 m und befindet sich auf der Steinbacher Pfarrhofwiese unweit der [[Pfarrkirche Steinbach]]. Sie gilt als einer der größten und am schönsten entwickelten Bäume ihrer Art in Oberösterreich.
[[Bild: Edelkastanie Steinbach2.jpg|left|thumb|250px|Blick von der Edelkastanie auf die Pfarrkirche in Steinbach]]
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== Geschichte der Edelkastanie ==
== Geschichte der Edelkastanie ==
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*Laudert, Doris: Mythos Baum. Was Bäume uns Menschen bedeuten. Geschichte – Brauchtum – 40 Baumporträts, München-Wien 1998.
*Laudert, Doris: Mythos Baum. Was Bäume uns Menschen bedeuten. Geschichte – Brauchtum – 40 Baumporträts, München-Wien 1998.
[[Kategorie:Naturdenkmale]]
[[Kategorie:Steinbach am Attersee]]

Version vom 29. Dezember 2009, 18:43 Uhr

Die Edelkastanie auf der Pfarrhofwiese in Steinbach am Attersee

Edelkastanie auf der Pfarrhofwiese in Steinbach

ND-Nr.: 242


Standort und Beschreibung

Die Edelkastanie besitzt einen Stammumfang von etwa 750 cm und einen Kronendurchmesser von etwa 16 m und befindet sich auf der Steinbacher Pfarrhofwiese unweit der Pfarrkirche Steinbach. Sie gilt als einer der größten und am schönsten entwickelten Bäume ihrer Art in Oberösterreich.

Blick von der Edelkastanie auf die Pfarrkirche in Steinbach

Geschichte der Edelkastanie

Schon in der Antike galt die Edelkastanie als bedeutender und schützenswerter Baum. Diverse antike Schriftsteller (z.B. Homer und Hippokrates) erwähnen sie in ihren Werken. Kulinarisch gesehen dienten sie vor allem der Herstellung von Mehl, Suppen und Gebäck. Auch Apicius, der Koch des Kaisers Augustus, überlieferte Kochrezepte für Kastanien.

Das ganze Mittealter hindurch stellte die Kastanie einen wertvollen Nahrungslieferanten dar, sie diente vor allem als energiereiche Kost im Winter und zur Ernährung der armen Bevölkerung. Das Fällen von Edelkastanien war aus diesem Grund bei Strafe verboten. Karl der Große empfahl in seinem Capitulare de villis, einer Landgüterverordnung, den Anbau von Kastanienhainen um die Ernährung in Krisezeiten und im Falle von Missernten sicherzustellen. Je nach Region sollten ein bis zwei Kastanienbäume die ganzjährige Ernährung eines erwachsenen Menschen sicherstellen. Bauern, die Kastanien anbauten, nannte man „castagnatores“.

Gegen Ende des Mittelalters bekam die Kastanie den Ruf, Kopfschmerzen und Blähungen zu fördern, sowie den Sexualtrieb zu beflügeln, wurde deshalb vom Speisezettel der höheren Schichten gestrichen und blieb der Ernährung der Armen und der Schweinemast vorbehalten. Die Rückkehr in die „Haute Cuisine“ gelang der Kastanie erst in den letzten Jahren.

Literatur:

  • Laudert, Doris: Mythos Baum. Was Bäume uns Menschen bedeuten. Geschichte – Brauchtum – 40 Baumporträts, München-Wien 1998.