Hotel Burgau

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Altes Prospekt des Hotels Burgau

Das Hotel in Burgau gehörte zu den renommiertesten Häusern am Attersee.

Geschichte

Zum Besitz der Familien Loidl gehörte einst der gesamte Ort Burgau inklusive Waldbesitz mit Eigenjagd sowie Schotter- und Kalkverkauf. Später, unter den Besitzern Mittendorfer und Gruber, kamen die Gaststätten hinzu.

Das Hotel Burgau (erbaut 1904-1905, Baumeister: Franz Lösch) und das Förstergütl der Familie Mittendorfer war um 1930 das Hotel am Attersee. Für die Steinbacher Musik war es zum Beispiel eine Ehre, im diesem Hotel konzertieren zu dürfen!
Das vornehme Hotel brannte am 3. April 1943 ab und wurde sehr schlicht wieder aufgebaut. Die große Zeit des Hotels Burgau war aber nach dem Krieg vorüber.
Alois Gruber (Sohn eines Weinbauern) kam durch Heirat in den Besitz von Burgau.
Neben dem Hotel und dem sogenannten „Förstergütl“ gehörten auch eine Garage und eine Tankstelle zu diesem Gebäudekomplex. Im Saal des neuen Hotels fanden öfters große Veranstaltungen und Bälle statt.

Später wurde dieser Saal von Alois Gruber für seine Automobilsammlung verwendet.
In der zweiten Hälfte des 20. Jh. begann aus verschiedenen Gründen der wirtschaftliche Niedergang. Anna Gruber verkaufte nach und nach den riesigen Besitz. Zuletzt ist ihnen eine kleine Wohnung oberhalb der ehemaligen Hotelgarage (Unterburgau 31) geblieben. Die Garage steht noch.

Der Großteil des Geländes gehört heute Gerhard Andlinger.
Grubers Tochter führte noch bis etwa 1975 das alte „Förstergütl“. Sie heiratete nach Hallein, besitzt aber auch nach der Neugestaltung der gesamten Halbinsel durch G. Andlinger ein kleines Haus in Burgau.

Neuordnung

Der Gastbetrieb wurde zu Ende des 20. Jh. geschlossen, das Hotel 2008 abgerissen
Die schmale, gewundene Bundesstraße durch Unterburgau war bis zu dieser ein großes Verkehrshindernis. Über Initative Andlingers wurde eine großzügige Umfahrungsstraße gebaut.

Anekdote zum Hotel Burgau

Ein bekannter Unteracher fuhr gerne ins Hotel Burgau, um dort den Tag bei angemessenem Alkoholgenuss ausklingen zu lassen. Damit er seinen Wagen nach dem Wirtshausbesuch nicht umdrehen musste, hat er sein Auto gleich in die richtige Richtung (nach Unterach) abgestellt. Einmal haben sich seine Freunde einen Scherz erlaubt, und während der Gast im Hotel war, das Auto in die andere Fahrtrichtung „umgeparkt“. Er hatte dies nicht bemerkt und ist dann über Weyregg rund um den See heim gefahren.

Bildergalerie

Quellen

Franz Föttinger, Seefeld;
Heinrich Strobl, Unterach;
Franz Holzinger, Seefeld;
Alwis Wiener, Schörfling.