Benutzer:Franz Hauser/Gasthaus zum Goldenen Pflug: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „Das '''Gasthaus zum Goldenen Pflug''' in St. Georgen im Attergau war...“ |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (11 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
Das '''Gasthaus zum Goldenen Pflug''' in St. Georgen im Attergau war... | [[Datei:Gasthaus zum Goldenen Pflug um 1930.jpg|mini|Gasthaus Goldener Pflug um 1930]] | ||
Der G Das '''Gasthaus zum Goldenen Pflug''' in [[St. Georgen im Attergau]], Haus Nr. 157, Kreuzung Attergaustraße-Wildenhagerstraße, war über Jahrhunderte eine Bäckerei und ein Gasthaus. | |||
== Geschichte == | |||
[[Datei:Hochzeitsgesellschaft vor Goldenem Pflug.jpg|mini|Hochzeitsgesellschaft um 1900 vor dem Gasthaus. Auf dem Bild ist auch der Hinweis auf die neben dem Haus befindliche k.k. privelegierte Waage zu sehen, die bis in unsere Zeit betrieben wurde.]] | |||
Zumindest seit Beginn des 17. Jahrhunderts bestand im Haus eine Bäckerei und eine Gastwirtschaft. Die Bäckerei wurde Ende der 1930er Jahre von der Familie Fischer übernommen. Seit die Pächterfamilie Lugstein das 1er Beisl von hier nach Nußdorf übersiedelte, stand das Haus leer. | |||
Die Familie Heipl (Vorfahren der Häupl) führte die Bäckerei und das Gasthaus von 1600 bis 1723. In diesem Jahr heiratete Reichhard Oelinger aus Litzlberg die Witwe von Philipp Heipl. Die Oelingers führten die beiden Gewerbe bis zum Jahr 1933 und verkauften dann an Walburga Hintermann. Marta Hintermann heiratete Josef Lumpi. | |||
Klaus Eberhard, ein österreichischer Schirennläufer aus Niederösterreich, kaufte 1980 das Haus und führte s'Georgerl. Der Betrieb war leider nicht erfolgreich und schlitterte in die Insolvenz. Wilhelm Schmitzberger aus Nußdorf kaufte das Gasthaus 1982 und verpachtete es an die Familie Lugstein, die hier das 1er Beisl begründete, damit aber 1991 nach Nußdorf übersiedelte. Das Haus stand dann jahrelang leer. | |||
Ab 2020 interessierten sich Immobilienentwickler für das Gebäude, und mit dem geplanten Neubau einer Wohnanlage wird wohl das Haus aus der Barockzeit geschleift werden. Ob sich das neue Gebäude in das Hausensemble rund um die Kirche einordnen wird, wird sich zeigen. | |||
== Die Oelinger == | |||
Der Name Oelinger kommt in den Dokumenten in den verschiedensten Schreibweisen vor: Erlinger, Oelinger, Oellinger, Ölinger und Öllinger. So häufig wie die Schreibweisen vorkommen, findet man Zweige der Familie Oelinger im Besitz verschiedener Anwesen. Neben dem Gasthaus zum Golden Pflug war ein Zweig im Besitz des [[Wirt in Stampf]], ein anderer im Besitz des ehemaligen [[Gasthof zur Post]] (Rosenauer, jetzt Häupl) in der Attergaustraße und Paul Oelinger heiratete die Witwe Hofmann, Besitzerin der [[Brauerei Litzlberg]] und des [[Seehof Litzlberg|Seehofes Litzlberg]] in [[Litzlberg (Ort)|Litzlberg]], in dem [[Gustav Klimt]] die Sommermonate von 1900 bis 1905 verbrachte. | |||
== Chronik == | |||
{| class="wikitable" | |||
|- | |||
| 1627 || Elias Heipl und Rosana, geb. Lehr | |||
|- | |||
| 1640 || Hans Heipl und Barbara | |||
|- | |||
| 1698 || Philipp Heipl und Helena, geb. Sikinger | |||
|- | |||
| 1723 || Reichhard Oelinger von Litzlberg heiratet die Witwe Maria Anna Heipl | |||
|- | |||
| 1760 || Josef Oelinger und Juliana, geb. Gröll | |||
|- | |||
| 1790 || Josef Oelinger heiratet 1792 Theresia Rosenauer | |||
|- | |||
| 1815 || Joseph Oelinger, Witwer nach Theresia | |||
|- | |||
| 1831 || Anton Oelinger heiratet Eva Wenger von der [[Kleinmühle]] | |||
|- | |||
| 1876 || Josef Oelinger, dem 1878 sein Buder Franz folgt | |||
|- | |||
| 1878 || Franz Oelinger heiratet 1883 Maria Kirchgassner | |||
|- | |||
| 1911 || Franz Oelinger und Johanna, geb. Vockenhuber | |||
|- | |||
| 1933 || Walburga Hintermann kauft das Gasthaus | |||
|- | |||
| 1957 || Marta Hintermann übernimmt und heiratet dann Josef Lumpi | |||
|- | |||
| 1980 || Klaus Eberhard, ein ehemaliger österreichischer Schirennläufer | |||
|- | |||
| 1982 || Wilhelm Peter Schmitzberger aus Nußdorf | |||
|- | |||
| 2020 || ESTATE Am Mondsee GmbH | |||
|- | |||
| 2021 || ATTICON Imobilien GmbH | |||
|- | |||
| 2025 || Neuwog Immobilien plant gemeinsam mit ATTICON eine Wohnanlage | |||
|} | |||
== Quellen == | |||
*Grundbücher | |||
*Matriken der Pfarre St. Georgen | |||
*Hausforschung durch [[Franz Hauser]] | |||
{{Haustafeln in St. Georgen}} | |||
Aktuelle Version vom 22. März 2026, 21:54 Uhr

Der G Das Gasthaus zum Goldenen Pflug in St. Georgen im Attergau, Haus Nr. 157, Kreuzung Attergaustraße-Wildenhagerstraße, war über Jahrhunderte eine Bäckerei und ein Gasthaus.
Geschichte

Zumindest seit Beginn des 17. Jahrhunderts bestand im Haus eine Bäckerei und eine Gastwirtschaft. Die Bäckerei wurde Ende der 1930er Jahre von der Familie Fischer übernommen. Seit die Pächterfamilie Lugstein das 1er Beisl von hier nach Nußdorf übersiedelte, stand das Haus leer.
Die Familie Heipl (Vorfahren der Häupl) führte die Bäckerei und das Gasthaus von 1600 bis 1723. In diesem Jahr heiratete Reichhard Oelinger aus Litzlberg die Witwe von Philipp Heipl. Die Oelingers führten die beiden Gewerbe bis zum Jahr 1933 und verkauften dann an Walburga Hintermann. Marta Hintermann heiratete Josef Lumpi.
Klaus Eberhard, ein österreichischer Schirennläufer aus Niederösterreich, kaufte 1980 das Haus und führte s'Georgerl. Der Betrieb war leider nicht erfolgreich und schlitterte in die Insolvenz. Wilhelm Schmitzberger aus Nußdorf kaufte das Gasthaus 1982 und verpachtete es an die Familie Lugstein, die hier das 1er Beisl begründete, damit aber 1991 nach Nußdorf übersiedelte. Das Haus stand dann jahrelang leer.
Ab 2020 interessierten sich Immobilienentwickler für das Gebäude, und mit dem geplanten Neubau einer Wohnanlage wird wohl das Haus aus der Barockzeit geschleift werden. Ob sich das neue Gebäude in das Hausensemble rund um die Kirche einordnen wird, wird sich zeigen.
Die Oelinger
Der Name Oelinger kommt in den Dokumenten in den verschiedensten Schreibweisen vor: Erlinger, Oelinger, Oellinger, Ölinger und Öllinger. So häufig wie die Schreibweisen vorkommen, findet man Zweige der Familie Oelinger im Besitz verschiedener Anwesen. Neben dem Gasthaus zum Golden Pflug war ein Zweig im Besitz des Wirt in Stampf, ein anderer im Besitz des ehemaligen Gasthof zur Post (Rosenauer, jetzt Häupl) in der Attergaustraße und Paul Oelinger heiratete die Witwe Hofmann, Besitzerin der Brauerei Litzlberg und des Seehofes Litzlberg in Litzlberg, in dem Gustav Klimt die Sommermonate von 1900 bis 1905 verbrachte.
Chronik
| 1627 | Elias Heipl und Rosana, geb. Lehr |
| 1640 | Hans Heipl und Barbara |
| 1698 | Philipp Heipl und Helena, geb. Sikinger |
| 1723 | Reichhard Oelinger von Litzlberg heiratet die Witwe Maria Anna Heipl |
| 1760 | Josef Oelinger und Juliana, geb. Gröll |
| 1790 | Josef Oelinger heiratet 1792 Theresia Rosenauer |
| 1815 | Joseph Oelinger, Witwer nach Theresia |
| 1831 | Anton Oelinger heiratet Eva Wenger von der Kleinmühle |
| 1876 | Josef Oelinger, dem 1878 sein Buder Franz folgt |
| 1878 | Franz Oelinger heiratet 1883 Maria Kirchgassner |
| 1911 | Franz Oelinger und Johanna, geb. Vockenhuber |
| 1933 | Walburga Hintermann kauft das Gasthaus |
| 1957 | Marta Hintermann übernimmt und heiratet dann Josef Lumpi |
| 1980 | Klaus Eberhard, ein ehemaliger österreichischer Schirennläufer |
| 1982 | Wilhelm Peter Schmitzberger aus Nußdorf |
| 2020 | ESTATE Am Mondsee GmbH |
| 2021 | ATTICON Imobilien GmbH |
| 2025 | Neuwog Immobilien plant gemeinsam mit ATTICON eine Wohnanlage |
Quellen
- Grundbücher
- Matriken der Pfarre St. Georgen
- Hausforschung durch Franz Hauser
