Aurach am Hongar

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Aurach am Hongar
Aurach.jpg
Lage Wappen
MiniMapAurach.png
WappenAurach.jpg
Lage auf DORIS-Karte Gemeinde-Website
Gemeindedaten
Bezirk: Vöcklabruck (VB)
Bezirksgericht: Vöcklabruck
Katastralgemeinden: Aurach, Hainbach
Fläche: 24,8 km2
Einwohner: 1702 (2017)
Höhe: 488 m
Vorwahl: +4376622
Postleitzahl: 4861
Koordinaten: 47° 57′ 1″ N, 13° 40′ 2″ O
Gemeindekennziffer: 41705
Amtliche Adresse: Aurach 2
4861 Aurach a. H.
Bürgermeister: Ing.Franz Gabeder (ÖVP)
Weitere statistische Daten

Die Gemeinde Aurach am Hongar ist eine Gemeinde östlich von Schörfling am Attersee.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Aurach am Honar-Auszug DORIS.png

Aurach am Hongar ist eine Gemeinde am Fuße des Hongars im Bezirk Vöcklabruck mit einer Einwohnerzahl von 1654 (2014) und liegt auf einer Seehöhe von 488m. Das Flächenausmaß der Gemeinde Aurach am Hongar beträgt 24,8 km2 wobei 52,8% der Fläche bewaldet sind und 40,3% der Fläche landwirtschaftlich genutzt ist.

Aurach ist Teil des Naturparks Attersee-Traunsee.

Ortschaften

  • Aurach ist unterteilt in die Ortschaften Aurach am Hongar, Grafenbuch, Hainbach, Halbmoos, Illingbuch, Jetzing, Kasten, Looh, Pranzing, Raschbach, Weichselbaum, Wessenaurach
  • Die Gemeinde Aurach am Hongar besteht aus zwei Katastralgemeinden: KG Aurach und KG Hainbach und hat eine Gesamtfläche von 24,77 km2
KG-Aurach - 50304


km2
Aurach 0,81
Pranzing 0,92
Raschbach 1,39
Kasten incl.Wesenaurach 9,51
Halbmoos 1,66
Total 14,29


KG-Hainbach - 50308


km2
Hainbach 1,48
Looh 4,59
Jetzing 0,88
Weichselbaum 0,65
Grafenbuch 0,32
Illingbuch 2,56
Total 10,48
Ortschaften der Gemeinde Aurach
WappenAurach.jpg
Aurach | Grafenbuch | Hainbach | Halbmoos | Illingbuch | Jetzing | Kasten | Looh | Pranzing | Raschbach | Weichselbaum


Nachbargemeinden

An die Gemeinde Aurach am Hongar grenzen die Gemeinden Schörfling am Attersee, Weyregg am Attersee, Altmünster, Pinsdorf, Regau, Timelkam und Lenzing.

Geschichte

Der Fund einer Pfeilspitze aus Stein deutet darauf hin, dass bereits in der Jungsteinzeit, als die Pfahlbaudörfer am Attersee errichtet wurden, Jäger auf ihren Beutezügen in die dichten Buchenwälder nördlich des Hongars gekommen sind.

Urkundlich nachweisbar ist eine bairische Besiedlung um 800 mit den für diese Zeit üblichen "-ing"-Namen Wörzing und Jetzing. Der Ortsname Aurach deutet auf eine Siedlung an einem Flussübergang hin.

Im Hochmittelalter (um 1200) gehörte ein Teil des Gebietes von Aurach zum in der Nähe von Passau gelegenen Kloster Asbach/Rott, ein anderer Teil dem Grafen Gebhard von Regau.

1458 weihte Bischof Sigismund von Passau eine Kapelle - Patrozinium hl. Matthäus und hl. Alexius (Eremit/Einsiedler). In der Folge war der Pfarrer von Schörfling verpflichtet, jeden Donnerstag in Aurach eine Messe lesen zu lassen. Im Zuge der Josephinischen Kirchenreform erhielt Aurach 1784 einen eigenen Seelsorger, wurde aber erst 1876 eine selbständige Pfarre. Nachdem die alte Pfarrkirche 1888 abgebrannt war, konnte 1893 der noch heute bestehende Neubau geweiht werden.

Interessant ist, dass bereits 1594 in einer Kirchenrechnung ein Schulmeister in Aurach erwähnt wird. In diesem Zusammenhang muss auch auf die Einsiedelei "nahe der Kapelle St. Alexi" hingewiesen werden, deren Errichtung 1726 vom Passauer Fürstbischof Josef Dominicus auf Ansuchen des Grafen Khevenhüller genehmigt wurde. Der Eremit (Einsiedler), Bruder Josef Würth, ehemaliger Kammerschreiber des Grafen Khevenhüller, bekam nämlich auch den Auftrag, die Jugend in Lesen und Schreiben zu unterrichten.

Gemeindewappen

Urkunde Wappen Aurach.jpg

Das Wappen ist ein Symbol für den Ortsnamen Aurach am Hongar. Der Name Aurach am Hongar führt auf die Bezeichnung des Gebietes um Aurach, früher genannt Urahe zurück. In diesem Namen ist der Ur (= Auer ochs, die Stammform unseres Hausrindes) und Ah (= Ache, der Fluß - die heutige Dürre Aurach) enthalten. Diese beiden Symbole sind im Wappen als Auerochs und Fluß dargestellt. Der grüne Dreiberg symbolisiert den Hongar.

Beschreibung:
In Gold ein erniedrigter, blauer Wellenbalken, belegt mit zwei goldenen Wellenleistenstäben; oben ein schwarzer Auerochsenkopf im Visier, unten ein grüner Dreiberg. Die Gemeindefarben schwarz - gelb - blau ergeben sich aus der Farbreihenfolge am Wappen. Schwarzer Auerochsenkopf, gelber Hintergrund, blauer Fluß.

Der Gemeinderat der Gemeinde Aurach hat die Führung des Gemeindewappens sowie die Gemeindefarben in seiner Sitzung am 27. Mai 1980 einstimmig beschlossen. Die OÖ Landesregierung hat mit Beschluß vom 14. Juli 1980 der Gemeinde Aurach am Hongar das Recht zur Führung dieses Gemeindewappens verliehen.

Politik und Verwaltung

Entstehung der Gemeinde

Bürgermeister

Gemeindegremien

Bevölkerungsentwicklung

  Jahr
Einwohner
1850 1004
1880 895
1910 1048
1939 1061
1944 2010 (davon 990 Flüchtlinge)
1951 1102
1981 1164
2001 1584
2021 1776

Partnerschaften

Partnerschafts-Gedenkstein 1990
3-Bürgermeister-Treffen 2002

Drei Auracher Bürgermeister enthüllten im Juli 1990 einen Gedenkstein, der heute vor dem Vereinsheim steht.

  • Bürgermeister Köhle aus Aurach in Mittelfranken
  • Bürgermeister Hauser aus Aurach in Tirol
  • Bürgermeister Fellinger aus Aurach am Hongar

Siehe Bild: Drei Auracher Bürgermeister beim Musikerfest 2002 in Aurach am Hongar (Aurach in Mittelfranken, Aurach am Hongar, Aurach in Tirol)

Verkehr und Versorgung

Straßennetz Aurach

  • 1975 - wird die erste Straßenbeleuchtung im Ort installiert

Polizei (Gendarmerie)

  • Von 1850 bis 1872 war für die Sicherheit der Gemeinden Aurach und Hainbach (von 1850 - 1873 zwei getrennte Gemeinden) der Gendarmerieposten Vöcklabruck zuständig.
  • 1872 - Mit der Errichtung des Postens Schörfling am 3. März 1872 wurde Aurach dem Gendarmerieposten Schörfling zugeordnet.
  • Der Polizeitstützpunkt Schörfling ist bis heute für die Gemeinde Aurach zuständig.

Telefonnetz

  • 1963 - 1. öffentliches Telefon
  • 1975 - Errichtung einer Telefonzelle im Ortsgebiet
  • 1977 - Anschluss der Ortschaft Illingbuch an das öffentliche Telefonnetz

Wasserversorgung in Aurach

Post

Kleinbuslinie

Kirche und Religion

Kunst und Kultur

Brauchtum

Museen

Kulturvereine

Sagen und Märchen

Tourismus und Wirtschaft

Tourismusverband

Gastronomie

Unternehmen

Landwirtschaft

Erbhöfe

Forstwirtschaft

Holztransport früher
Holzbringung

Aurach weist bei einer Gesamtfläche von 2.475 ha einen Waldanteil von 1.310 ha = 53 % auf und ist damit gegenüber dem Bundesland (38 %) und dem Bezirk (44 %) überdurchschnittlich bewaldet.

  • Besitzer
Kleinprivatwald unter 200 ha 660 ha 50 %
Forstverwaltung Kammer des Prämonstratenserstiftes Schlägl 404 ha 31 %
ÖBF- Forstverwaltung Ort 246 ha 19 %
  • Der größte Teil der bäuerlichen Betriebe
nämlich 94 (52%) haben unter 5 ha Wald.
65 Betriebe (36%) haben zwischen 5 und 20 ha, und
23 Betriebe (12%) mehr als 20 ha Wald
  • Die Waldflächen liegen zum weitaus größten Teil in der südlichen Hälfte des Gemeindegebietes, nämlich an den Abhängen des Hongars. Ein weiterer größerer Waldkomplex befindet sich in der nördlichen Gemeindehälfte im Raum Grafenbuch - Illingbuch - Weichselbaum. Weitere Waldinseln sind in die großflächige Agrarstruktur eingestreut.
  • Holzbringung

Während das Holz früher, besonders aus dem Hongargebiet, nur mit Ochsen- und Pferdegespanne oder mittels Hornschlitten durch die Holzknechte zu Tal gebracht werden konnte, kann nun durch die Aufschließung (Bau von Forstwegen) die Holzbringung zum größten Teil mit Traktor und Kraftfahrzeug erfolgen.

  • In vergangenen Zeiten bis zum Jahre 1935 wurde viel Holz für die Erzeugung von Holzkohle verwendet. Dazu waren eine ganze Reihe von Kohlstätten eingerichtet.

Jagd

Die Jagd galt im 16. Jhdt. immer noch als ein ausschließlich adeliges Vergnügen, wobei man nach Dr. Zauner zwischen Wildbann (das Recht, Wildschweine, Bären, Hirsche, Gemsen und Rehe zu jagen) und Reisgejaid (Jagd auf Füchse, Hasen, Fasane, Rebhühner usw.) unterschied. Der Wildbann, der zum Landgericht Kammer gehörte, deckte sich mit den Grenzen dieses Landgerichtes. Die Herrschaft Kammer besaß eine Jagdhube, bei der die Jagden ihren Ausgang nahmen. Die Bauern auf dieser Hube mussten Jäger und Hunde versorgen.

  • Bei der Verpfändung der Attegauherrschafen an Wolfgang v. Polheim im Jahre 1499 behielt sich König Maximilian die Jagd selber vor. In einem Gedenkbuch ließ er notieren, dass es in der Herrschaft Kogl Gemsen, Bären und Wildschweine gäbe.

Christoph Khevenhüller erlaubte 1618 seinem Oberpfleger Grünpacher, einige Meilen um die Schlösser Wildschweine und Hirsche zu jagen. Nach dem Landgerichtstaiding von Kammer aus der ersten Hälfte des 16. Jht. stand es den Bauern frei, Bären, Wölfe und Wildschweine zu erlegen. Kopf und rechte Pranke musste der Herrschaft Kammer abgeliefert werden. (Aus "Vöcklabruck und der Attergau" von Dr. Alois Zauner.)

  • Mit dem Jagdpatent von 1849 gemäß Verordnung des k. k. Ministeriums des Inneren von 1852 wurde das Jagdrecht durch die Gemeinde verpachtet. Aus den Kasssenbüchern der Gemeinde geht hervor, dass im Jahre 1881 die Herrschaften Kammer und Wagrain das Jagdrecht um 253 Fl. innehatten. 1886 scheint eine Ida v. Horvath in Kammer auf (150 Fl.), unter der bereits Matthias Fellinger (geb. 1871) die Jagd ausübte und ein Sequester Franz Geist, Kammer (225 Fl.).


  • Jagdgenossenschaft Aurach
  • Erst aus dem Jahre 1893 ist das Protokoll über die Verpachtung des Jagdrechtes der Gemeinde Aurach vorhanden. Mit der Jagdgesetznovelle aus dem Jahre 1964 wurde das Recht der Verpachtung dem Jagdausschuss (6 Vertreter der Grundbesitzer und 3 Vertreter der Gemeinde) übertragen.
  • Jagdgebiet

Das Jagdgebiet umfasst:

  • 1. das Gemeindegebiet (2.475 ha 9a 63m2) ausgenommen:
  • 2. Eigenjagdgebiet d. Stiftes Schlägl (428 ha 45 a 81 m2
  • 3. Eigenjagdgebiet der Österr. Bundesforste (284 ha 89 a 74 m2)
  • Zu diesen Eigenjagdgebieten gehören auch kleinere Flächen privater Grundbesitzer (z.B. Hongar) als Enklaven.

Zur Lage des Reviers und dem Wildbestand:

  • Im Genossenschafsevier Aurach, vom Hongarrücken über den Schimpl-Gupf bis zu den bewaldeten Flachen Rücken in Illingbuch reichen, überwiegt das Rehwild. Im Jahre 1970 weist der Abschussplan noch 3 Stück Hochwild auf, was durchaus realistisch war, wenn man die nachfolgende Aufstellung über den Abschuss von Hochwild (Wechselwild) betrachtet:
Jagdperiode P ä c h t e r Jagdpacht
1893-1898 Alois Willinger, Vöcklabruck, Wildbrethändler 170 Fl.
1898-1904 Peter Scherndl, Halbmoos 180 Fl.
1904-1910 Peter Scherndl, Halbmoos 360 Fl.
1910-1916 Peter Scherndl, Halbmoos 400 Kr.
1916-1922 Matthias Fellinger, Illingbuch 13 450 Kr.
1922-1928 Matthias Fellinger, Illingbuch 13 300.000 Kr.
1928-1934 Matthias Fellinger, Illingbuch 13 600 S
1934-1940 Matthias Fellinger, Illingbuch 13 600 S
1940-1941 Josef Stockinger, Gastwirt, Vöcklabruck 500 RM
1941-1943 Franz Schuster, Jetzing 17
1943-1949 Franz Schuster, Jetzing 17
1949-1955 Matthias Fellinger, Illingbuch 13 2.600 S
1955-1961 Matthias Fellinger, Illingbuch 13 7.000 S
1961-1967 Matthias Fellinger, Illingbuch 13 8.000 S
1967-1973 Matthias Fellinger, Illingbuch 13 12.000 S
1973-1979 Matthias Fellinger, Illingbuch 13 25.000 S
1979-1985 Matthias Fellinger, Illingbuch 13 40.000 S
-

Sport und Freizeit

Sportvereine

Freizeit

Schwimmbad

1975 - Grundankauf von ca. 1.200 m2 für die Erweiterung des Badegeländes

Salzkammergutradweg

Hongar

Beachvolleyballplatz

Am 6. Juni 2010 wurde bei schönstem Wetter der neue Platz eröffnet. Unter reger Teilnahme der Bevölkerung und Abordnungen der Körperschaften und Vereine wurde ein Turnier mit 10 Anmeldungen durchgeführt. Die Sieger: 1. Creme de la Creme, 2. Stammtichbrüder, 3. Keine Sorgen. Für die Organisation waren unsere Profis - Valerie und Patricia Teufl verantwortlich. Der Dank gilt auch der Firma Zopf Holzbau, die den Platz in sehr unterstützender Weise errichtet hat. Der Platz steht allen Jung und Alt zur Verfügung. Er ist frei zugängig und benutzbar.

Veranstaltungen

Aktuelle Veranstaltungen in der Gemeinde können unter folgendem Link eingesehen werden:

Vereine und Körperschaften

Feuerwehr

Schule und Bildung

Volksschule

Kindergarten

Bibliothek

Eröffnung der Bücherzelle - 20. April 2018 beim Kulturhaus Aurach

Natur und Umwelt

Naturpark

Naturdenkmale

In der Gemeinde Aurach befinden sich keine offiziell unter Schutz gestellte Naturdenkmale.

Bodendenkmale

"Erdställe wurden im Mittelalter als Verstecke gebaut" sagt Josef Weichenberger vom OÖ Landesarchiv. Wenn Räuberbanden durchs Land gezogen sind, konnten Frauen und Kinder hier unterschlüpfen.

Gesundheit und Soziales

Persönlichkeiten

Sehenswertes

Architektur und Bauwerke

Kapellen in Aurach am Hongar
WappenAurach.jpg
Loidl-Kapelle | Müller-Kapelle | Pölzleithner-Kapelle | Raschbacher-Kapelle | Schimpl-Kapelle | Streicher-Kapelle |


Haustafeln in Aurach am Hongar
WappenAurach.jpg
Almgasthaus Schwarz | Auracher Troadkasten | Auracherhof | Autobahnbau Aurach | Bäcker z'Looh | FF Aurach | Gasthaus Pfarl | Gasthof Kölblinger | Gemeindeamt Aurach | Kaufhaus Emminger (Spitzer) | Kaufhaus Krempler | Kulturhaus Aurach | Pfarrkirche Aurach | Schimpl-Kapelle | Wagner Eder | Tischlerei Jetzinger | Tischlerei Loy | Wirt z'Kasten
Die Gebäude mit Haustafeln in Aurach auf Google Maps


Sonstiges

Webcams

Quellen


Weblinks

Gemeinden der Region Attersee-Attergau
Attersee | Aurach | Berg | Gampern | Lenzing | Nußdorf | St. Georgen | Schörfling | Seewalchen | Steinbach | Straß | Unterach | Weißenkirchen | Weyregg |